Thüringen Regionalzug fährt in Rinderherde - keine Verletzten

Nur drei Tage nach dem ICE-Unglück bei Fulda ist erneut ein Zug in eine Tierherde gefahren. Nahe der thüringischen Kleinstadt Arnstadt stieß ein Regionalzug mit Kühen zusammen. Dabei starben acht Rinder.


Arnstadt - Ein Regionalzug ist nahe der thüringischen Kleinstadt Arnstadt in eine Rinderherde gerast. Menschen wurden nicht verletzt, wie Polizeisprecher Detlef Kasch am Dienstag sagte. Bei der Kollision wurden nach seinen Angaben acht Kühe getötet. Ein Kalb wurde schwer verletzt und musste getötet werden. Entgegen ersten Informationen ist der Zug nicht entgleist.

In dem Regionalexpress, der zum Unglückszeitpunkt gegen 10 Uhr südlich von Arnstadt in Richtung Plaue mit Fahrtziel Würzburg unterwegs war, saßen laut Polizei etwa 30 Fahrgäste. Sie blieben bei dem Aufprall unverletzt und wurden mit Bussen abtransportiert.

Die Strecke zwischen dem südwestlich von Erfurt gelegenen Arnstadt und Plaue wurde nach Angaben einer Bahn-Sprecherin um 10.05 Uhr gesperrt. Busse wurden als Ersatzverkehr eingerichtet. Am frühen Nachmittag sollte die Strecke nach diesen Angaben vermutlich wieder freigegeben werden.

Wie schnell der Zug an der Unglücksstelle fuhr, konnte die Bahnsprecherin nicht sagen. Die zugelassene Höchstgeschwindigkeit ist nach ihren Angaben an dieser Stelle Tempo 100. Der Zug entgleiste nicht. Zur Unglücksursache hat laut Bahn die zuständige Bundespolizeidirektion Pirna die Untersuchungen aufgenommen.

Erst am Samstagabend war nahe Fulda ein ICE bei mehr als Tempo 200 in eine Schafherde gerast, entgleist und erst nach rund einem Kilometer zum Stehen gekommen. 19 Reisende waren verletzt worden, vier von ihnen mit Knochenbrüchen und Platzwunden mittelschwer.

Am Montagabend hat die Notbremsung eines Regionalexpresses in einem Eisenbahntunnel bei Nürnberg einen Großeinsatz von Rettungskräften ausgelöst. Ein technischer Defekt hatte die automatische Bremsung in dem 268 Meter langen Plattetunnel bei Rupprechtstegen verursacht, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte. Die 37 Fahrgäste mussten den Zug verlassen, verletzt wurde niemand.

abl/AP/dpa/AFP



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