Tourismus-Rekord in New York Boom am "Big Apple"

Shoppen auf der Fifth Avenue, Sightseeing in Manhattan, Flanieren im Central Park: In Zeiten des schwachen Dollars ist New York als Reiseziel begehrt. Vor allem Touristen aus Europa zieht an den "Big Apple" - die Metropole verzeichnete 2007 einen Besucherrekord.

Die Dollarschwäche zieht Touristen in die USA: Vor allem New York hat im vergangenen Jahr einen neuen Besucherrekord verzeichnet. Reisende ließen am "Big Apple" umgerechnet 28 Milliarden Dollar, wie die städtische Tourismusbehörde mitteilte. Vor allem der Andrang ausländischer Besucher hat kräftig zugelegt: Um 17 Prozent wuchs die Zahl der Gäste aus dem Rest der Welt - 8,5 Millionen Menschen besuchten die Metropole.

"Wir können absolut von einem Boom sprechen", sagt Silvio Rebmann von USA travel SK, einem Spezialreiseveranstalter in Berlin. Für dieses Jahr rechnet Rebmann mit einer Verdopplung der Teilnehmerzahlen. "Der Dollarkurs schlägt sich sehr, sehr positiv nieder, vor allem in den letzten Wochen haben wir eine enorme Nachfrage verzeichnet", sagt er. Ab 800 Euro gebe es zurzeit eine Woche New York inklusive Hotel und Flug: "Vor einem Jahr waren es noch etwa 20 Prozent mehr."

Viele Deutsche nutzen den New-York-Trip für einen ausgiebigen Einkauf im Niedrig-Dollar-Land. "Als ausländischer Gast bekommt man außerdem in den Kaufhäusern Macies und Bloomingdales elf Prozent Rabatt – das lohnt sich dann richtig", sagt Rebmann. Waren bis zu einem Wert von 165 Euro können zollfrei im Reisegepäck mit nach Hause.

Neben dem günstigen Wechselkurs haben auch die Marketing-Bemühungen zu dem jüngsten Besucherandrang geführt, so George Fertitta, Chef der New Yorker Tourismuszentrale NYC & Company. "Die Stadt ist lebhafter, sauberer und sicherer geworden – und sie ist aufregender als je zuvor", sagte er.

Nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte New York einen kräftigen Einbruch bei den Besucherzahlen hinnehmen müssen. Vor allem ausländische Touristen machten einen Bogen um Manhattan und Umgebung. Erst im vergangenen Jahr kletterte die Gästezahl wieder auf den Wert, der vor den Anschlägen auf das World Trade Center erreicht worden war.

Mit gezielten Maßnahmen hat die Stadt Touristen davon zu überzeugen versucht, länger zu bleiben und mehr Geld auszugeben. NYC & Company wirbt in Übersee auf Reklametafeln, in TV-Spots und Tageszeitungen um die Gunst der Gäste. Zudem wurde die Zahl der Marketing-Büros im Ausland verdoppelt. Die New-York-Werbung ist unter anderem in China, Brasilien und Kanada mit einem festen Standort vertreten - auch in Deutschland.

reh/AP

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