Trübe Feiertage Es grünt so grün zu Weihnachten

Weiß überpuderte Tannenbäume, Schneemänner und Schneeballschlachten – aus der Traum. Weiße Weihnachten finden auch in diesem Jahr nicht statt. Im Gegenteil: An den Feiertagen herrscht ruhiges Herbstwetter.

Offenbach – Offiziell hat der Winter längst begonnen, doch es fühlt sich an wie Herbst. Die Deutschen werden ihre Hoffnungen auf Schnee zu Weihnachten endgültig begraben müssen. "Weiße Weihnachten finden nur im höheren Bergland statt", erklärte der Meteorologe Thomas Ruppert vom Deutschen Wetterdienst. Aber auch über Weihnachten hinaus müssen Spaziergänge im Schnee in weiten Teilen Deutschlands ausfallen. Zwischen den Jahren sei nicht mit Pulverschnee zu rechnen.

Leider sind relativ milde und grüne Weihnachten nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia in Deutschland keine Seltenheit. "So oft kommen kalte und weiße Weihnachten gar nicht vor", sagte der Meteorologe Roland Reiter. Zuletzt habe 2001 an Heiligabend in weiten Teilen Deutschlands Schnee gelegen. 2005 waren zumindest die Berge weiß überpudert. Dagegen sei es 2004 mit Temperaturen bis zu zwölf Grad in den Niederungen sehr mild gewesen.

An Heiligabend ist es im Norden und Osten meist "hochnebel-artig bewölkt". Ab und zu gibt es etwas Sprühregen. In den südlichen und westlichen Landesteilen ist es heute in den Tälern und Niederungen häufig bedeckt oder neblig-trüb. Mancherorts lösen sich Nebel und Hochnebel jedoch auch auf, und die Sonne ist zu sehen. Die Chance auf Sonnenschein ist in den höheren Lagen der Mittelgebirge sowie in den Alpen am größten. Die Temperaturen liegen meist zwischen 2 und 8 Grad, bei ganztägigem Nebel um oder etwas unter 0 Grad.

Gefrierende Nässe in der Nacht zum ersten Weihnachtstag

In der Nacht zu Montag kann es nach DWD-Angaben auf den Straßen durch Reif oder gefrierende Nässe streckenweise glatt werden. Am ersten Weihnachtsfeiertag zeigt sich das Wetter im Norden und Osten wieder überwiegend stark bewölkt oder trüb. Vereinzelt fällt Sprühregen. Richtung Süden ist es in den Niederungen teils hochnebelartig bedeckt oder neblig-trüb, teils scheint auch die Sonne. In den Hochlagen der Mittelgebirge und der Alpen ist es durchweg sonnig. Es wird zwischen 3 und 7 Grad im Norden und zwischen minus 1 und plus 4 Grad in der Mitte und im Süden warm.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ist es im Nordosten wieder recht trüb. Sonst scheint nach Nebelauflösung vielerorts die Sonne. Im Norden liegen die maximalen Temperaturen um 5 Grad und im Süden zwischen minus 1 und plus 4 Grad.

Schnee in den Alpen ab 1000 Meter

Selbst in der Schweiz sieht es in diesem Jahr eher grün aus. Wer dort weiße Weihnachten erleben will, muss den Schnee in höheren Lagen suchen. Im Flachland ist für die nächsten Tage weiterhin kein Schneefall in Sicht, wie MeteoSchweiz mitteilte. Das kräftige und stabile Hochdruckgebiet mit Kern über der Nordsee bestimmt weiterhin das Wetter im Alpenraum. Schnee liegt in den Deutschschweizer Voralpen und in den Alpen nur in Lagen oberhalb von etwa rund 1.000 Metern, wie ein Meteorologe von MeteoSchweiz sagte.

In Gstaad im Berner Oberland liegen auf einer Höhe von 1.050 Meter rund sieben Zentimeter Schnee, Adelboden meldete auf 1.200 Metern eine Schneehöhe von 25 Zentimetern. Arosa im Kanton Graubünden hat auf einer Höhe von 1.840 Meter 21 Zentimeter Schnee.

abl/ddp/AP

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