Tunesien TUI holt nach Anschlag Urlauber zurück

Beim Anschlag in Sousse starben mindestens 39 Menschen. Das Hotel, an dem der Angriff stattfand, wird von TUI betrieben - jetzt fliegt der Reiseveranstalter erste Tunesien-Urlauber aus.

Nach dem Attentat: Touristen verlassen Tunesien
AFP

Nach dem Attentat: Touristen verlassen Tunesien


Nach dem Terroranschlag im tunesischen Badeort Sousse mit mindestens 39 Toten hat der Reisekonzern TUI begonnen, erste Urlauber aus der Region zurückzuholen. Wie ein TUI-Sprecher sagte, seien in der Nacht zum Samstag 80 Menschen ausgeflogen worden; weitere 120 sollen am Wochenende folgen - darunter auch Urlauber, deren Rückreise ohnehin planmäßig anstand.

Insgesamt zählt TUI am Ort des Anschlags, 130 Kilometer südlich der Hauptstadt Tunis, nach eigenen Angaben 260 Gäste in vier Hotels. In ganz Tunesien machen derzeit etwa 3800 Menschen Urlaub mit TUI.

Der Konzern schickte ein Krisenteam aus speziell geschulten Experten, unter anderem Psychologen, nach Sousse. Zur Zahl der deutschen Opfer des Anschlags konnte der Sprecher noch nichts sagen.

TUI-Urlauber, die Tunesien gebucht hatten, können ihre Reise gebührenfrei umbuchen oder stornieren. Nach Angaben des Sprechers hatten bis Samstagvormittag erst etwa 300 Gäste diese Möglichkeit wahrgenommen: "Der Großteil hält, zumindest nach jetzigem Stand, an seinen Reiseplänen fest."

Der Angriff auf das Hotel in Sousse wurde nach bisherigen Erkenntnissen von einem tunesischen Studenten verübt. Er wurde von Sicherheitskräften getötet. Nach Angaben von Augenzeugen begann der Überfall am Strand. Die Kette, zu der das Hotel gehört, wird von TUI und einer spanischen Familie betrieben.

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Terror in Tunesien: Unbekannte Täter greifen Hotels in Sousse an

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