Verweigerte Rückreise Übergewichtiger reist doch per Flugzeug nach Europa

Kevin C. darf doch an Bord eines Flugzeugs: Virgin Airlines nimmt den 230-Kilo-Mann mit nach London. Dem 22-jährigen Franzosen hatte British Airlines die Rückreise aus den USA verweigert. Wie er aber dann nach Paris kommen soll, ist noch offen.

Virgin-Airlines-Maschine über London
REUTERS

Virgin-Airlines-Maschine über London


New York - Für Kevin C. gibt es jetzt doch eine Möglichkeit zur Heimreise: Der stark übergewichtige Franzose, den British Airways nach einem USA-Aufenthalt nicht zurück in seine Heimat fliegen wollte, darf nun doch per Flieger ausreisen. Virgin Airlines habe sich bereit erklärt, den 22-Jährigen von New York nach London zu transportieren, sagte sein Vater. Wie er von dort nach Frankreich komme, sei aber noch unklar.

Der etwa 230 Kilogramm schwere Mann war im Mai 2012 mit British Airways in die USA gereist, um sich in einer Klinik in Minnesota einer medizinischen Behandlung zu unterziehen. Die Fluggesellschaft verweigerte Kevin C. dann aber die vor einigen Wochen geplante Rückreise nach Europa. Man könne nicht gewährleisten, ihn "sicher unterzubringen", hieß es.

Die Möglichkeit, stattdessen mit dem Kreuzfahrtschiff "Queen Mary 2" nach Frankreich zu reisen, erwies sich als Sackgasse: Die Familie, die dafür von Chicago per Zug nach New York gereist war, erhielt am Ende eine Absage. Kevin habe aus Gründen der "medizinischen Sicherheit" doch nicht auf das Schiff gedurft, so sein Vater.

Kevin C. war in den USA über eine Dauer von eineinhalb Jahren wegen einer Hormonstörung behandelt worden, die seine Fettleibigkeit verursachte. Er kann sich nur in einem motorisierten Rollstuhl fortbewegen und bedarf ständiger medizinischer Beobachtung und Versorgung mit Sauerstoff. Trotz aller Probleme sei sein Sohn "ein bisschen traurig", die USA zu verlassen, sagte sein Vater.

emt/AFP



insgesamt 11 Beiträge
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juttakristina 19.11.2013
1. Haben Kevin
und sein Vater schon mal davon gehört, dass es zwischen London und Paris Zugverbindungen gibt? Branson hat wohl ein großes Herz und ich wünsche ihm, dass der junge Mann den Flug gut übersteht. Wenn British Airways und die Queen Mary 2 den Transport nicht auf sich nehmen wollten, dann wird sich das womöglich noch komplizierter gestalten als es die Schilderung von Rollstuhl, Sauerstoffversorgung und ständiger medizinischer Betreuung vermuten lassen. Außerdem frage ich mich, wenn BA den auf dem Hinflug mitnahm, ob der Aufenthalt in den USA überhaupt eine Besserung gebracht hat. Das lässt doch eher vermuten, dass der Zustand sich über den Zeitraum verschlimmerte.
sebastian.teichert 19.11.2013
2. optional
Hahaha Danke für deinen Kommentar Jutta :) Spart mir das tippen :D
CompressorBoy 19.11.2013
3. optional
"Hormonstörung, die seine Fettleibigkeit verursachte"... okey dokey, so kann man's auch ausdrücken - wenn man richtig pc-mäßig drauf sein will...
frame 19.11.2013
4.
Das glaubt ja wohl kein Mensch, das eine Behandlung einer Hormonstörung nur in den USA möglich ist, und das in der heutigen Zeit! Lachhaft! Internet und medizinischer Austausch sind wohl noch nicht erfunden und wir leben in Europa noch im 19. Jahrhundert, oder?
ahhcrap 19.11.2013
5.
" Er kann sich nur in einem motorisierten Rollstuhl fortbewegen und bedarf ständiger medizinischer Beobachtung und Versorgung mit Sauerstoff " Das ist BILD Stil diese Information am Schluß zu bríngen , mit einem E-Rollstuhl und Sauerstoff in einem Flugzeug nen Platz zu finden ist natürlich eine andere Geschichte als "nur" 230 KG schwer zu sein. Leute...Leute das wird immer schlimmer hier ..
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