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Ueli Steck stirbt im Himalaja: Bilder eines extremen Bergsteigerlebens

Foto: Christian Beutler/ dpa

Mount Everest Bergsteiger Ueli Steck tödlich verunglückt

Ueli Steck ist bei einem Unfall am Mount Everest ums Leben gekommen. Der Schweizer zählte zu den bedeutendsten Bergsteigern der Welt und hielt zahlreiche Rekorde.

Einer der bekanntesten Bergsteiger der Welt ist tot: Der Schweizer Ueli Steck verunglückte bei einer Expedition am Mount Everest. Rettungskräfte fanden die Leiche des 40-Jährigen in der Nähe des 7000 Meter hohen Nuptse-Berges.

Steck zählte weltweit zu den besten Extremkletterern. Unter Bergsteigern trug er den Spitznamen "Schweizer Maschine" - denn er hielt mehrere Rekorde für besonders schnelle Begehungen hochalpiner Routen. Unter anderem hatte er vor zwei Jahren alle 82 Viertausender der Alpen innerhalb von 62 Tagen erklommen.

Steck war immer auf der Suche nach neuen Extremen. In Nepal wollte er erneut einen Weltrekordversuch wagen: Eine Besteigung des Mount Everest, mit 8848 Metern der höchste Berg der Welt, und des daneben gelegenen Lhotse (8616 Meter) - innerhalb von 48 Stunden, ohne künstlichen Sauerstoff.

Seit Anfang April war Steck bereits im Everest-Gebiet unterwegs, um sich auf die Expedition vorzubereiten. Zum Zeitpunkt des Unglücks befand er sich offenbar noch in der Akklimatisationsphase. Mehrere Medien berichten, er sei am Morgen zwischen Camp 1 (6400 Meter) und Camp 2 (8000 Meter) unterwegs gewesen.

Dabei könnte er möglicherweise auf einer Eisplatte ausgerutscht und anschließend einen Hang hinabgestürzt sein. Stecks Sprecher Andreas Bantel bestätigte den Tod des Bergsteigers. Die genauen Umstände seines Todes seien derzeit noch nicht bekannt, hieß es auf seiner Website . Steck ist das erste Todesopfer der diesjährigen Klettersaison.

In seinem letzten Facebook-Post am 26. April informierte Steck seine Follower noch über seine Expedition: "Schneller Tag vom Basecamp hoch zu 7000 Metern und zurück. Ich liebe es, es ist so ein toller Ort hier. Ich glaube immer noch an aktive Akklimatisierung. Das ist sehr viel effektiver als Nächte in großen Höhen zu verbringen."

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Für Aufsehen sorgte Steck im Jahr 2013, als er beim Versuch, den Mount Everest zu besteigen, in eine wüste Schlägerei mit Sherpas verwickelt wurde. Die einheimischen Helfer waren laut Steck damals gekommen, um ihn zu töten.

Im Jahr 2007 wollte der Alpinist die Südflanke der Annapurna solo und im Alpinstil bezwingen. Dabei wurde er von einem Steinschlag getroffen - und stürzte ab.

bam/kry
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