Umfrage Fast jeder vierte Deutsche schwindelt über Urlaubserlebnisse

Die Deutschen erzählen nach ihrer Rückkehr an den Arbeitsplatz länger als viele andere Europäer von ihren Urlaubserlebnissen - und sie schwindeln dabei auch häufiger. Laut einer Umfrage nehmen es nur die Iren es noch weniger genau mit der Wahrheit.

Im Bild verdeckt: der Weiße Hai, der später im Urlaubsbericht eine prominente Rolle spielt
DPA

Im Bild verdeckt: der Weiße Hai, der später im Urlaubsbericht eine prominente Rolle spielt


München - Die Menschen in Deutschland erzählen während der Arbeit besonders lange ihre Reisegeschichten. Laut einer Umfrage des Instituts YouGov berichtet ein Angestellter nach dem Urlaub im Schnitt seinen Kollegen fast 25 Minuten lang von seinen Erlebnissen. Nur die Iren plaudern der Studie zufolge länger über ihre Reisen. Für die Umfrage im Auftrag des Reiseanbieters lastminute.de wurden Menschen in neun Ländern online befragt.

Hochgerechnet auf die 36,4 Millionen Angestellten in Deutschland kämen so fast 15 Millionen Arbeitsstunden zusammen. Demnach kostete die Urlaubs-Plauderei deutsche Chefs Hunderte Millionen Euro.

Wie die Befragung von insgesamt 10.300 Menschen in Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Norwegen, Schweden und Spanien ergab, bleiben vor allem die Iren bei ihren Ausführungen nicht immer ganz bei der Wahrheit. 29 Prozent der dort Befragten schmückten ihre Geschichten gerne großzügig aus.

Vize-Meister im Schwindeln sind laut der Umfrage die Deutschen: 22 Prozent gaben zu, dass sie bei ihren Reisegeschichten lügen oder übertreiben, meist um andere neidisch zu machen. Vier Prozent der Deutschen räumten sogar ein, schon einmal ein Urlaubsfoto retouchiert zu haben, um besser oder dünner auszusehen.

sto/dpa/AFP



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