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Halong-Bucht: Romantik zwischen Karstfelsen

Foto: Corbis

Unesco-Welterbe Vietnam verbietet Bootsübernachtungen in Halong-Bucht

Die Halong-Bucht gilt als Highlight einer Vietnam-Reise, eine Übernachtung auf einem Kreuzfahrtboot als Romantik pur. Doch damit ist es demnächst vorbei.

Jeden Mittag schwärmt eine Armada aus Holz- und Stahlschiffen aus in die Halong-Bucht. Tausende Touristen stehen an den Relings und genießen den Blick auf die Karstfelsen, die oft im Nebel versunken sind. Ein Besuch der Sung-Sot-Höhle, eine Paddeltour zu Affen und das Shoppen bei Fischern stehen auf dem Ausflugsprogramm im Weltnaturerbe der Unesco. Und sehr häufig mindestens eine Übernachtung an Bord.

Diese Kreuzfahrten, bei denen die Schiffe nachts zwischen den Felsen liegen, will die vietnamesische Regierung bald verbieten. "Wir werden dort keine Übernachtungen mehr erlauben", sagte der Vorsitzende des Volkskomitees von Halong, Pham Hong Ha. Die Maßnahme sei nötig, um die Sicherheit der Touristen zu gewährleisten.

Das Verbot tritt "in Kürze" in Kraft und betrifft auch die benachbarte Bai-Tu-Long-Bucht im Norden des Landes, aber den genauen Termin nannte Pham nicht. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Unfälle: Zum Beispiel starben 2011 elf ausländische Touristen und ein vietnamesischer Guide, als ein Boot unterging. 2015 mussten 16 Touristen von einem brennenden Boot gerettet werden.

Vor Kurzem gab die Regierung bereits bekannt, dass die Tage der hölzernen Dschunken in der Bucht gezählt sind. Die traditionell anmutenden Boote werden in den nächsten fünf Jahren wegen Sicherheitsbedenken ausgemustert, berichteten staatliche Medien. Zum Einsatz werden dann nur noch Stahlschiffe kommen.

Nach einem Bericht der Zeitung "Thanh Nien" sind 553 Touristenboote in den beiden Buchten Halong und Bai Tu Long unterwegs, davon haben 202 Boote Lizenzen zur Übernachtung. Im vergangenen Jahr kamen 2,5 Millionen Touristen.

abl/dpa
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