Unfall im Wiener Prater Achterbahn-Waggon krachte gegen Kran

Bei einem Unfall im Wiener Prater sind zwei Menschen schwer verletzt worden. Der Waggon einer Achterbahn kollidierte mit einem Kran mit Hebebühne, von der aus ein Arbeiter das Fahrgeschäft anstrich. Er stürzte acht Meter in die Tiefe.

Rettungshubschrauber im Wiener Prater: Zwei Schwerverletzte bei einem Unfall
DPA

Rettungshubschrauber im Wiener Prater: Zwei Schwerverletzte bei einem Unfall


Wien - Zu dem schweren Unfall im Wiener Prater kam es am frühen Donnerstagabend: Ein Waggon der Flugachterbahn "Volare" erfasst mit voller Wucht eine Hebebühne, auf der ein 21-Jähriger gerade mit Lackierarbeiten beschäftigt ist. Der Mann stürzt acht Meter in die Tiefe und verletzt sich lebensgefährlich am Kopf. Auch eine Insassin des Wagens wird schwer verletzt.

Ein Zeuge, der sich gerade in der Nähe der Hochbahn aufhielt, berichtete von einem lauten Knall. Kurz darauf sah er den Waggon mit zwei jungen Frauen. Die eine hing leblos in dem Wagen, die andere - die erstaunlicherweise unverletzt blieb - schrie immer wieder: "Warum kommt niemand? Warum kommt niemand?"

Schnell waren Rettungskräfte vor Ort, die den mazedonischen Arbeiter und die 18-jährige Touristin aus Slowenien mit Helikoptern ins Krankenhaus flogen. Dort kämpften die Ärzte am Freitag um das Leben des Mannes. Die Frau erlitt Knochenbrüche, Prellungen und Kopfverletzungen, schwebte aber nicht mehr in Lebensgefahr.

"Horror auf der Achterbahn", titelte die Zeitung "Österreich" am Tag danach. Ursache für die Tragödie war vermutlich ein folgenschweres Missverständnis: Ein Angestellter des Fahrgeschäfts hatte angenommen, dass bereits alle Arbeiter die Hebebühne verlassen hätten. Er nahm die Anlage wieder in Betrieb, ohne zu merken, dass der 21-Jährige noch mit Streicharbeiten beschäftigt war.

"Dieses Unglück ist wegen menschlichen Versagens passiert", zitierten Medien "Volare"-Betreiber Stefan Sittler-Koidl. Die 2004 in Betrieb genommene Flugachterbahn gilt neben dem berühmten Riesenrad als eine der Hauptattraktionen des Praters. Die Passagiere liegen in den Waggons auf dem Bauch, die unter den Schienen hängen, was ihnen tatsächlich ein Gefühl des "Fliegens" vermittelt, während das Gefährt über die 420 Meter lange und 23 Meter hohe Bahn rast.

abl/dpa



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