Fluglotsen im Ausstand Viele Frankreich-Flüge wegen Streik gestrichen

In Frankreich sind Fluglotsen in den Streik getreten. Die Airlines werden bis zu zehn Prozent ihrer Flüge streichen müssen. Vor allem Verbindungen in den Süden des Landes sind betroffen - auch von Lufthansa und Ryanair.


Paris - Ein Fluglotsenstreik verursacht in Frankreich Behinderungen des Flugverkehrs. Die Flugaufsichtsbehörde DGAC empfahl Airlines am Donnerstag, rund jeden zehnten Flug zu streichen. Die Billigfluggesellschaft Ryanair wurde nach eigenen Angaben sogar aufgefordert, ihr Programm um 30 Prozent zu reduzieren. Sie sagte 70 Flüge komplett ab.

Betroffen waren nach Angaben der DGAC vor allem Flüge in den Süden Frankreichs. Auch die deutsche Lufthansa musste beispielsweise Flüge nach und von Marseille und Lyon absagen. Passagiere sollten sich bei ihrer Airline erkundigen, ob ihr Flug betroffen ist.

Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Fluglotsen vor allem gegen Reformpläne für die europäische Luftraumüberwachung protestieren. Sie befürchten als Folge schlechtere Arbeitsbedingungen und Stellenstreichungen. Da die größte Gewerkschaft USAC-CGT nicht zum Streik aufrief, hielten sich die Auswirkungen allerdings in Grenzen.

abl/dpa



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