Viereinhalb Jahre Fußmarsch Britin läuft 32.000 Kilometer um die Welt

Vor viereinhalb Jahren packte Rosie Swale-Pope ihren Anhänger. Nun - 32.000 Kilometer, 29 Heiratsanträge und 45 Paar durchgelaufene Schuhe später - ist die rüstige 61-jährige Waliserin wieder auf der Insel angekommen. Ihr Fußmarsch führte sie über Sibirien und Kanada.


London - Nachdem ihr Mann an Prostatakrebs gestorben war, hielt Rosie Swale-Pope nichts mehr zu Hause. Die Mutter zweier Kinder und Großmutter zweier Enkel machte sich 2003 alleine, nur mit Marschgepäck ausgestattet, auf den Weg, um zu Fuß mehr als 32.000 Kilometer zurückzulegen. Ihre Reise führte sie quer durch Europa, Sibirien, die USA, Kanada, Grönland und Island, berichteten englische Medien am Donnerstag. Die Waliserin hatte sich bereits in den Siebzigern einen Namen als Abenteurerin gemacht, als sie auf einer Jacht die Welt umsegelte.

Webseite wwww.rosiearoundtheworld.co.uk: Viereinhalb Jahre auf Trebe

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Nun ist die 61-jährige Britin von der Weltreise der besonderen Art zurückgekehrt. "Es ist phantastisch, wieder britischen Boden unter den Füßen zu haben", sagte sie bei der Ankunft in Schottland am Vortag. Einer der Höhepunkte seien die Nordlichter gewesen, die sie in Sibirien nach einer mehrtägigen Tortur im Tiefschnee sehen konnte.

Netter Betrunkener, 29 Heiratsanträge

In Sibirien sei sie außerdem von einem betrunkenen Mann, bewaffnet mit einer Axt, attackiert worden. "Er stellte sich als netter Förster heraus, der eine Wodka-Party feierte", sagte Swale-Pope über einen der heikleren Teile ihrer Route. Auch sei ihr dort ein Wolfsrudel über eine Woche gefolgt. In Russland wurde sie von einem Bus angefahren, und Ärzte stellten eine schwere Lungenentzündung fest, in Amerika musste sie sich mit Verdacht auf Brustkrebs ärztlich behandeln lassen. Swale-Pope hat alle Strapazen heil überstanden.

Über die 29 Heiratsanträge scherzt sie: "Ich glaube, einen Großteil der Anträge bekam ich, weil ich noch rüstig genug bin, um harte Hausarbeit zu erledigen." Nun hofft sie auf einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde für ihre erneute Abenteuerreise. Auch nach 1789 Tagen auf Tour gönnt sich die drahtige 61-Jährige keine Pause. Ihre letzte Etappe von Schottland nach Tenby, ihren Heimatort in Wales, möchte sie ohne Unterbrechung antreten, um dann ein Buch zu schreiben.

abl/dpa



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