Vollsperrung Bombendrohung legt Berliner Hauptbahnhof lahm

Nach einer anonymen Bombendrohung wurde heute Morgen der Berliner Hauptbahnhof komplett geräumt. Der Verkehr kam zum Stillstand, der gesamte Innenbereich wurde evakuiert. Mit Spürhunden suchten Beamte nach Sprengstoff.


Berlin - Nach einer telefonischen Bombendrohung wurde heute Morgen der Berliner Hauptbahnhof geräumt und der Zugverkehr für fast zwei Stunden komplett eingestellt. Gegen 3.30 Uhr habe es eine telefonische Bombendrohung gegen den Hauptbahnhof gegeben, die als ernsthaft eingestuft wurde, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Berlin. Der anonyme Anrufer habe behauptet, um 4.15 Uhr werde ein Sprengsatz am Berliner Hauptbahnhof explodieren.

Berliner Hauptbahnhof: Für fast zwei Stunden wurde der Zugverkehr eingestellt
AP

Berliner Hauptbahnhof: Für fast zwei Stunden wurde der Zugverkehr eingestellt

Alle Menschen hätten den Bahnhof um 3.43 Uhr deshalb verlassen müssen. Fern- und Regionalzüge sowie S-Bahnen und Busse seien angehalten worden. 40 Bundespolizisten durchsuchten mit Spürhunden den Bahnhof nach Sprengstoff. Die Durchsuchung habe jedoch keine Ergebnisse gebracht.

Die Evakuierung habe eine halbe Stunde gedauert, sagte der Sprecher weiter. Es habe weder bei der Räumung noch bei der Durchsuchung Zwischenfälle gegeben. Während der Aktion fuhren keine Züge durch den Bahnhof. Sie wurden in den Vorortbahnhöfen Spandau, Gesundbrunnen und Südkreuz angehalten. Die Passagiere mussten warten oder Busse und U-Bahnen benutzen.

Ein 33-jähriger Verdächtiger wurde laut Polizeiangaben gegen 7 Uhr durch die Polizei Baden-Württemberg in der Nähe von Karlsruhe festgenommen.

Nach der Entwarnung wurde der Bahnhof um 5.30 Uhr wieder geöffnet. Alle Verkehrsmittel würden wieder fahren. Die Beeinträchtigungen im Bahnverkehr hielten sich nach Angaben eines Unternehmenssprechers in Grenzen, da die Sperrung vor Beginn des Berufsverkehrs wieder aufgehoben werden konnte.

sto/AP/AFP/Reuters



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