Vom Winde verweht Gasballon zwang Flugzeug zum Ausweichen

Der Wind war schuld: Starke Böen haben einen deutschen Gasballonfahrer überrascht und über die französische Grenze ins Elsass getrieben. Doch nicht nur das unerlaubte Eindringen in fremden Luftraum wurde dem Rentner zum Verhängnis, sondern auch ein nahendes Flugzeug.


Straßburg – Der 62-Jährige ist nun in Straßburg zu einer Geldbuße von 1200 Euro verurteilt worden. Wie ein Justizsprecher heute mitteilte, erkannte das Gericht den Mann aus dem baden-württembergischen Michelbach für schuldig, Dritte fahrlässig in Gefahr gebracht zu haben. Außerdem sei er ohne Erlaubnis in den französischen Luftraum eingedrungen.

Der pensionierte Polizeibeamte, der seit über 17 Jahren mit Heißluftballons fährt, war am 9. September mit drei Passagieren an Bord nahe Schwäbisch Hall gestartet. Er wurde nach eigenem Bekunden von starken Winden überrascht, die den Ballon in Richtung Frankreich trieben. Er habe nichts dagegen tun können, dass er über den Rhein ins Elsass abgetrieben wurde, erläuterte der passionierte Pilot der Nachrichtenagentur AFP. "Der Ballon ist schließlich nicht zu steuern." Kurz vor dem Rhein habe er die Falcon-Maschine gesehen, die etwa eineinhalb Kilometer vom Ballon entfernt gewesen sei.

Der Pilot der Falcon, die italienische Europaabgeordnete nach Straßburg brachte, änderte den Kurs, um eine Kollision zu verhindern. Der Heißluftballon ging schließlich bei der elsässischen Gemeinde Offenheim zu Boden, wo bereits die Polizei auf die Besatzung wartete.

abl/AFP



© SPIEGEL ONLINE 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.