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13. Januar 2019, 08:55 Uhr

Tarifkonflikt mit Sicherheitspersonal

Ver.di will am Dienstag sechs deutsche Flughäfen bestreiken

180.000 Reisende müssen mit massiven Flugausfällen am Dienstag rechnen. An sechs Airports will das Sicherheitspersonal streiken - unter anderem ist Frankfurt betroffen, Deutschlands größtes Drehkreuz.

Reisende müssen am Dienstag mit massiven Einschränkungen an sechs deutschen Flughäfen rechnen. Grund dafür ist ein ganztägiger Warnstreik des Sicherheitspersonals, zu dem die Gewerkschaft Ver.di aufgerufen hatte. Folgende Airports sind betroffen: Frankfurt am Main, Leipzig/Halle, Dresden, Erfurt, Hannover-Langenhagen und Bremen.

Nach Einschätzung des Flughafenverbands ADV wird der Warnstreik rund 180.000 Reisende treffen. Hinzu kämen noch weitere zehntausend Passagiere an jenen Airports, von denen keine Flüge zu den bestreikten Flughäfen rausgehen könnten.

Anlass ist der laufende Tarifkonflikt, in dem die Gewerkschaften für die bundesweit 23.000 Beschäftigten im Bereich der Passagier-, Fracht-, Personal- und Warenkontrolle an den Flughäfen eine einheitliche Bezahlung fordern.

Die Arbeitgeber hätten bislang kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt, kritisierte Christel Tempel, Ver.di-Fachbereichsleiterin für die Sicherheitsbranche. "Damit provozieren sie Streiks, die mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Einschränkungen im Flugverkehr führen werden."An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt hatten die Gewerkschaften Ver.di und DBB bereits am Freitag zum Streik aufgerufen.

Worum es in dem Tarifstreit geht

Ver.di fordert für die Kontrolleure und für die Flughafen-Beschäftigten eine bundesweit einheitliche Bezahlung von 20 Euro pro Stunde. Das wäre ein Plus im teilweise hohen zweistelligen Prozentbereich - derzeit ist die Bezahlung je nach Region und Tätigkeit unterschiedlich.

Die Arbeitgeber halten das für unrealistisch, sie bieten nach eigener Darstellung ein Plus von bis zu 6,4 Prozent. Für Ver.di ist das zu wenig - nach Berechnung der Gewerkschaft wäre das nur ein Plus von zwei Prozent für das Gros der Beschäftigten.

Vier bisherige Tarifrunden waren ergebnislos geblieben. Beide Seiten wollen am 23. Januar weiter verhandeln.

Erst am Donnerstag waren wegen des Warnstreiks des Sicherheitspersonals an den drei Flughäfen Köln-Bonn, Düsseldorf und Stuttgart mehr als 600 Flüge gestrichen worden. Zehntausende Passagiere waren betroffen. Am Montag hatte das Sicherheitspersonal an den beiden Berliner Flughäfen die Arbeit niedergelegt.

Wo gibt es Informationen für betroffene Passagiere?

Erster Ansprechpartner für Flugreisende ist immer die Fluggesellschaft, bei Pauschalreisen ist es der Reiseveranstalter. Die Airports bieten auf ihren Internetseiten ausführliche Informationen über die aktuellen Abflug- und Ankunftszeiten.

jus/dpa/AFP

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