Tödliche Nesseltiere Behörden warnen vor Quallen an britischen Stränden

Schmerzhaftes Strandgut: Immer mehr Portugiesische Galeeren werden an die Küsten Großbritanniens gespült. Die Tiere sondern ein extrem gefährliches Nervengift ab. Ein zehnjähriger Junge machte damit in Cornwall bereits unliebsame Bekanntschaft.

Portugiesische Galeere: Eine Berührung des Nesseltiers kann tödlich sein
DPA

Portugiesische Galeere: Eine Berührung des Nesseltiers kann tödlich sein


London - Normalerweise bevölkern sie eher die warmen Gewässer in Florida, den Golf von Mexiko, den Indischen Ozean oder die Karibik - dieses Jahr müssen sich laut Behördenwarnung auch die Besucher der Strände von Wales und Cornwall vor Portugiesischen Galeeren in Acht nehmen. Dabei handelt es sich nicht um Überreste der einst mächtigen Seestreitmacht Portugals, sondern um eine Art der Staatsquallen, deren Tentakel ein extrem schmerzhaftes und im schlimmsten Fall tödliches Nervengift absondern.

In den vergangenen Monaten sind vermehrt Portugiesische Galeeren an der britischen Küste gesichtet worden. Vor wenigen Tagen kam ein zehnjähriger Junge beim Strandspaziergang in Cornwall in Berührung mit den giftigen Tentakeln eines Exemplars. Das Kind musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Obwohl die Mutter das Tier in einem Einmachglas ebenfalls ins Hospital mitbrachte, wussten die Ärzte lange Zeit nicht, womit sie es zu tun hatten.

Laut BBC News sind höchstwahrscheinlich der Wind und Atlantikströmungen dafür verantwortlich, dass die gefährlichen Nesseltiere derzeit vermehrt an Großbritanniens Stränden angespült werden. In den vergangenen Jahren wurden diese auch mehrfach vor den Baleareninseln gesichtet. Anfang 2012 mussten auf der Kanareninsel Lanzarote Strände wegen Portugiesischen Galeeren gesperrt werden.

dkr



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