Weltweiter Luftverkehr Bis 2020 soll sich Passagierzahl verdoppeln

Schon jetzt herrscht im Luftraum über Deutschland dröhnender Verkehr – doch im Jahr 2020 sollen hier über 80 Prozent mehr Passagiere transportiert werden als im letzten Jahr. Die Flughafenbetreiber fordern den Ausbau der großen Airports.


Frankfurt/Main – Vier Milliarden Passagiere weltweit sollen 2020 mit dem Flugzeug auf Reisen gehen, schätzt die deutsche Luftfahrtbranche. Das wäre eine Verdoppelung der heutigen Zahl. "Dieser Wachstumsmarkt bietet enorme Chancen", sagte der Vorstandschef der Deutschen Lufthansa, Wolfgang Mayrhuber, heute in Frankfurt am Main. Deutschland könne allerdings nur profitieren, wenn die Flughafeninfrastruktur zielgerichtet ausgebaut werde.

Mit einem solchen Ausbau sei in Deutschland bis 2020 mit 307 Millionen Fluggästen zu rechnen, 82 Prozent mehr als 2005. Bei der Luftfracht erwartet die Branche sogar einen Zuwachs um 117 Prozent auf 6,8 Millionen Tonnen. Die Zahl der Beschäftigten allein an den Flughäfen Frankfurt am Main und München könne bis 2020 von derzeit 92.000 auf 136.000 steigen.

Mayrhuber und der Vorstandschef des Flughafenbetreibers Fraport, Wilhelm Bender, forderten Kapazitätserweiterungen an den Flughäfen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main und München. Nur so könne Deutschland seine führende Stellung im internationalen Luftverkehr behalten, sagte Bender. Mit Ausnahme des Internationalen Flughafens Berlin-Brandenburg gibt es nach Auffassung der Branche keine Notwendigkeit, neue Flughäfen zu bauen oder ehemalige Militärflugplätze in Zivilflughäfen umzuwandeln.

abl/AP



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