Wien - Brüssel ÖBB kündigen neue Nachtzüge an

Im Januar geht's los: von Wien nach Brüssel im Nightjet. Diese Verbindung haben nun die Österreichischen Bundesbahnen angekündigt. Es ist nicht die einzige Neuheit für Nachtfahrer.

Nightjet der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB): "Wir werden nicht aufhören"
Wegscheider/ ÖBB/ DPA

Nightjet der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB): "Wir werden nicht aufhören"


Im Schlaf sein Ziel erreichen: Das Prinzip Nachtzug erlebt ein Comeback - und darauf reagieren die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Die staatliche Eisenbahngesellschaft baut ihr internationales Angebot an Nachtzugverbindungen aus, wie sie bei der Präsentation des neuen Fahrplans verkündete.

Die "Erfolgsgeschichte des ÖBB Nightjets" werde um ein Kapitel erweitert, heißt es in einer Mitteilung. "Als besonderes Highlight planen die ÖBB die Aufnahme einer Nachtverbindung Wien - Brüssel."

  • Von Januar 2020 an werde über die aktuell 26 Verbindungen hinaus zweimal wöchentlich ein Nightjet zwischen Wien beziehungsweise Innsbruck nach Brüssel verkehren, sagte ÖBB-Chef Andreas Matthä. Der Buchungsstart beginne Anfang Dezember.
  • Ab Dezember 2020 soll eine Nachtzugverbindung zwischen Wien und Amsterdam dazukommen.

Das Angebot profitiere von der Klimadiskussion, so Matthä. Auf einzelnen Strecken wie München-Rom, Wien-Hamburg und Wien-Zürich lägen die Zuwachsraten im ersten Halbjahr 2019 bei zehn Prozent und mehr. "Wir werden nicht aufhören", sagte der Bahnchef mit Blick auf die Ausweitung des Nachtzugangebots an.

Künftig soll es für die nachts reisenden Kunden laut ÖBB außerdem mehr Möglichkeiten zum Zeitvertreib geben: kostenloses Surfen und digitale Unterhaltungsangebote. Diese gehörten dank WLAN und einem sogenannten Onboard-Portal zum Standard in den Railjet-Fernzügen und vielen Nahverkehrszügen. Ab 2020 statten die ÖBB nun schrittweise auch die Nightjets damit aus.

Abgesehen von den Nachtzügen will die ÖBB auch den Nah- und Fernverkehr ausbauen. Zu den neuen Fernverkehrsverbindungen zähle ab Mai 2020 ein Angebot auf der Strecke von Graz nach Berlin (über Wien und Dresden). Im Nahverkehr wollen die ÖBB mehrere Hundert Züge zusätzlich einsetzen.

Die seit Jahren hohen Investitionen in die Infrastruktur - 2020 sind 2,5 Milliarden Euro geplant - hätten dazu geführt, dass die ÖBB "die pünktlichste Bahn in der EU" sei. 300 Fernverkehrszügen schicken die ÖBB pro Tag auf die Schiene, davon sind über 50 Prozent im internationalen Fernverkehr unterwegs.

jus/dpa



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
sikasuu 23.10.2019
1. Am Abend im Zentrum zw. 20-23:00 zusteigen, am Morgen zw. 6-10:00
... ausgeruht ankommen, ... entweder schon gefrühstückt/oder noch am Ziel Frühstücken. Nach einem vollen Arbeitstag am Abend in Gegenrichtung zurück! . Und das zw. den großen Städten in ganz Europa...? . Ein Traum, war selbst in den alten Wagen noch erträglich, wenn der Speisewagen einigermaßen seriös bewirtschaftet wurde ( Die ÖBB war immer schon ein Volltreffer)... . Ob das unsere DB wieder hinbekommt? Muss ja nicht gerade die Neuauflage des "Orient-Express" werden...
probono 23.10.2019
2. Volltreffer
Zitat von sikasuu... ausgeruht ankommen, ... entweder schon gefrühstückt/oder noch am Ziel Frühstücken. Nach einem vollen Arbeitstag am Abend in Gegenrichtung zurück! . Und das zw. den großen Städten in ganz Europa...? . Ein Traum, war selbst in den alten Wagen noch erträglich, wenn der Speisewagen einigermaßen seriös bewirtschaftet wurde ( Die ÖBB war immer schon ein Volltreffer)... . Ob das unsere DB wieder hinbekommt? Muss ja nicht gerade die Neuauflage des "Orient-Express" werden...
Genau so habe ich das auch immer wieder erlebt. Die Speisewagen der ÖBB ... immer wieder lecker Speisen. Ich bin jetzt lange nicht mehr gefahren, hoffe aber, dass dies heute immer noch so ist. Grüße Udo
malcom1 23.10.2019
3. Db...............
Warum schafft die DB dies nicht? Im Gegenteil sie hat sich aus dem Geschäft ganz zurückgezogen. Wenn man rechtzeitig dran ist, für Euro 29,00 im Nightjet von München nach Rom. Unglaublich.
Stäffelesrutscher 23.10.2019
4.
Zitat von sikasuu... ausgeruht ankommen, ... entweder schon gefrühstückt/oder noch am Ziel Frühstücken. Nach einem vollen Arbeitstag am Abend in Gegenrichtung zurück! . Und das zw. den großen Städten in ganz Europa...? . Ein Traum, war selbst in den alten Wagen noch erträglich, wenn der Speisewagen einigermaßen seriös bewirtschaftet wurde ( Die ÖBB war immer schon ein Volltreffer)... . Ob das unsere DB wieder hinbekommt? Muss ja nicht gerade die Neuauflage des "Orient-Express" werden...
»Unsere DB«? Ha, die weigert sich standhaft, den Bedarf und die Kundenwünsche zur Kenntnis zu nehmen. Da habe ich doch neulich gelesen, dass sie nur mehr ICEs durch die Nacht schicken will. Aber was will man von Pofalla & Co schon erwarten. Die müssen alle erstmal in die Wüste oder meinetwegen in die Antarktis.
peter_tpp 23.10.2019
5. Rückkehr der Normalität
Bis Ende der 80-Jahre gab es tägliche Nachtzugverbindungen von Wien nach Zürich, Rom, Oostende/London, Paris und Amsterdam und von München nach Istanbul über Zagreb, Belgrad und Sofia. Schön dass ich dies als ökologisch unaufgeregte Normalität erleben und erfahren durfte. Gut, dass dies wieder kommt. Ein Fortschritt ist es alllerdings nicht.
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