Winterwetter Schnee sorgt für Flugausfälle in England und Irland

Ausfälle bei Flügen und Bahnen, unpassierbare Straßen: In Großbritannien haben Schnee und Eis erneut für chaotische Zustände gesorgt. Auch in Dublin mussten zahlreiche Flugzeuge am Boden bleiben - Ryanair beschwerte sich über die angeblich schlampige Arbeit der Räumungsteams.


London - Mit einem Schneechaos hat die Arbeitswoche in Großbritannien begonnen, mit einem Schneechaos geht sie zu Ende: Auch am Freitag sorgte der für die Insel ungewöhnliche Wintereinbruch für Störungen im Flug- und Bahnverkehr und verschneite Straßen. Auch in Irland wurden wegen Schnee und Eis zahlreiche Flüge gestrichen, viele Straßen waren unpassierbar.

Schnee an der Straßen zum Flughafen Luton: In großen Teilen Englands war der Verkehr durch das Winterwetter beeinträchtigt
AFP

Schnee an der Straßen zum Flughafen Luton: In großen Teilen Englands war der Verkehr durch das Winterwetter beeinträchtigt

In der Grafschaft Devon im gewöhnlich milden Südwesten Englands fielen über Nacht 30 Zentimeter Schnee. Polizei und Armee rückten aus, um rund 200 in eingeschneiten Autos festsitzende Menschen zu befreien. Im Westen Großbritanniens waren die Straßen so zugeschneit, dass einige ländliche Gegenden fast völlig von der Außenwelt abgeschnitten waren. Mehr als 800 Schulen blieben dort geschlossen.

In London fielen am Freitag die ersten Flocken seit dem Schneechaos vom Montag. In den Grafschaften nördlich der Hauptstadt gab es besonders heftigen Schneefall. Auf den dort gelegenen Hauptstadt-Flughäfen Luton und Stansted mussten Flüge gestrichen oder verschoben werden.

Auch auf dem Flughafen von Bristol in Südwestengland, in der nordirischen Hauptstadt Belfast und im nordschottischen Aberdeen gab es Störungen im Flugverkehr. Bahnreisende mussten vor allem in Wales und im nordenglischen Yorkshire lange Wartezeiten in Kauf nehmen. Die beiden Brücken über den Fluss Severn zwischen England und Wales wurden nach Behördenangaben aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Auch im Nachbarland Irland verursachten Schnee und Eis ein Verkehrschaos. Flüge wurden verschoben oder abgesagt, mehrere Straßen südlich von Dublin waren unpassierbar. Die Flughafenbehörde von Dublin versicherte, die Räumungsteams arbeiteten auf Hochtouren. Der Billigflieger Ryanair kritisierte dagegen, dass die Start- und Landebahnen nicht ordentlich von Schnee und Eis befreit worden seien und dass daher zahlreiche Flüge gestrichen worden seien.

Seit Sonntagabend leidet Großbritannien unter einem Wintereinbruch mit für dortige Verhältnisse ungewöhnlich viel Schnee. Am Montag waren die Pendler von den zugeschneiten Straßen überrascht worden, viele Menschen konnten nicht zur Arbeit gelangen.

sto/AFP



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