Wirbelsturm vor US-Ostküste Airlines streichen Tausende Flüge

Aus Furcht vor dem Hurrikan "Irene" sorgen US-Fluggesellschaften vor: Ab Samstag sollen Tausende Flüge an der amerikanischen Ostküste ausfallen. Auf den größten Flughäfen des Großraums New York werden keine Maschinen mehr landen können. Auch die Lufthansa hat Verbindungen gestrichen.

Gestrandete Passagiere am Flughafen Chicago: Verbindungen nach New York gestrichen
REUTERS

Gestrandete Passagiere am Flughafen Chicago: Verbindungen nach New York gestrichen


New York - Der Hurrikan "Irene" rast auf die US-Ostküste zu - und bedroht auch den Flugverkehr in der Region. Amerikanische Airlines haben wegen des Wirbelsturms nun vorgesorgt. Sie annullierten knapp 7000 Flüge für das Wochenende.

Ab Samstagmittag Ortszeit - 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit - können keine Flugzeuge mehr an den großen Flughäfen des Großraums New York landen. Betroffen sind unter anderem der John-F.-Kennedy-Flughafen, La Guardia und Newark. Sowohl Inlandsflüge als auch internationale Flüge fallen aus. Starts sind der zuständigen Behörde zufolge jedoch weiterhin erlaubt.

Bereits am Freitag sind dem Online-Dienst Flightaware.com 430 Flüge gestrichen worden. Am Samstag entfallen 2400 Verbindungen, am Sonntag mehr als 4400.

Die Behörden forderten Passagiere am Freitag auf, ihre Reisepläne zu überdenken. Flugzeuge wurden in sicherere Regionen verlegt. Der Luftraum im Nordosten mit der Millionen-Metropole New York ist der verkehrsreichste des Landes. Alleine die drei New Yorker Flughäfen zählen jährlich hundert Millionen Passagiere. Analyst Helane Becker von Dahlman Rose & Co rechnet mit Belastungen für die Airlines von 30 und 40 Millionen Dollar, sollte der Hurrikan die Ostküste direkt treffen. Störungen in der Region haben nicht nur Auswirkungen auf den kompletten Flugverkehr der USA, sondern auch auf den internationalen.

Lufthansa annulliert Verbindungen in US-Städte

Betroffen sind auch Verbindungen der Lufthansa. Demnach entfallen am Samstag alle Flüge nach New York und am Sonntag alle Flüge nach New York, Philadelphia und Boston. Auch die Ankünfte von zahlreichen Maschinen an deutschen Flughäfen aus New York sind gestrichen worden. "Es kann aber zu weiteren kurzfristigen Streichungen kommen", sagte ein Firmensprecher. Am Montag laufe der Flugbetrieb voraussichtlich wieder normal. Auch Flugverkehr nach Washington D.C. ist am Wochenende nach derzeitigem Stand nicht beeinträchtigt.

Als erstes dürfte der Sturm "Irene" am Samstag im Bundesstaat North Carolina treffen und dann weiter nach Norden ziehen. In einer beispiellosen Aktion werden Teile der Millionen-Metropole New York evakuiert.

US-Präsident Barack Obama zufolge könnte der Hurrikan historische Ausmaße annehmen. Anweisungen, sich in Sicherheit zu bringen, sollten ernst genommen werden, sagte er. Mehr als hunderttausend Mitglieder der Nationalgarde stehen für mögliche Einsätze bereit.

Für Urlauber bedeutet ein Naturereignis wie der Hurrikan, dass sie kostenlos ihre Reise stornieren können - selbst wenn die Katastrophen-Wahrscheinlichkeit nur bei eins zu vier liegt. Damit die Reisenden den Vertrag kostenlos kündigen dürfen, muss der Wirbelsturm nicht schon durch den Urlaubsort gefegt sein, so die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

kgp/Reuters/dapd/dpa

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herr hofrichter, 27.08.2011
1. Irene rast nicht!
Zitat von sysopAus Furcht vor dem Hurrikan "Irene" sorgen US-Fluggesellschaften vor: Ab Samstag sollen Tausende Flüge an der amerikanischen Ostküste ausfallen. Auf den größten Flughäfen des Großraums New York werden keine Maschinen mehr landen können. Auch die Lufthansa hat Verbindungen gestrichen. http://www.spiegel.de/reise/aktuell/0,1518,782810,00.html
Hurrikan Irene "rast" nicht! Sie verwechseln mal wieder Windgeschwindigkeit mit Zuggeschwindigkeit des Hurrikans. Leider habe ich auf die Schnelle keine aktuellen Daten zur Zuggeschwindigkeit. Am 23.08. betrug sie jedenfalls nur 16 km/h. (http://latina-press.com/news/102303-hurrikan-irene-verschont-dominikanische-republik-und-haiti-weitgehend/)
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