Zehn Skigebiete mit Schneegarantie Frühstart auf Brettern

Wintersport ist ein teures Vergnügen. Wer aber die Vorweihnachtszeit nutzt, kann Skispaß zum Schnäppchenpreis buchen. Diese zehn Gebiete versprechen weiße Pisten - und das nicht erst im Januar.

TV Obertauern/ srt

Günstige Preise und leere Pisten: Für gute Skifahrer gibt es in der Vorweihnachtszeit nichts Schöneres, als den ersten Schnee stauben zu lassen. Auf den Abfahrten sind nur Könner unterwegs, man tankt Kondition für die Saison und besorgt abends auf stimmungsvollen Adventsmärkten auch noch Weihnachtsgeschenke. Das Extra-Geld dafür ist vorher gespart - dank preiswerter Vorsaisonpauschalen. Gute Laune ist also garantiert - und der Schnee auch. Wir haben zehn Gebiete ausgesucht, in denen Schneemangel ein Fremdwort ist.

Zermatt Bergbahnen/ srt

Zermatt, Wallis: Ski-Test unterm Matterhorn

Die Schweizer haben die Lifte erfunden. Zumindest behaupten sie es. Und in Zermatt laufen sie 365 Tage im Jahr.

In der Vorsaison gibt es dort Rabatte ohne Ende: aktuell bis zu 20 Prozent auf den Skipass sowie bis 27. November die Aktion "Ski-Test" - 2 bis 7 Übernachtungen inkl. Skipass und Skitest ab 279 Franken (257 Euro). Ab 28. November gilt dann die "Ski-Active-Pauschale": 3 bis 6 Nächte mit Frühstück in einem Hotel sowie Skipass und Skimiete sind dann ab 401 Franken (370 Euro) zu haben. Kombinierbar ist beides mit Bahnanreise; da spart man noch mal bis zu 44 Prozent.

TVB Kronplatz/ Speikboden/ srt

Kronplatz, Südtirol: 100 Prozent Schneekanonen

Den ersten Schnee schnuppern und dafür auch noch einen Gratis-Skiurlaubstag erhalten: Dieses Angebot machen die zwölf Skiregionen von Dolomiti Superski dem frühen Gast. Bei der "Dolomiti Super Premiere" vom 26. November bis zum 24. Dezember erhalten alle Schneehungrigen ab vier Tagen Aufenthalt einen Urlaubstag geschenkt. Das Angebot gilt sowohl für den Hotelaufenthalt als auch für den Skipass.

Schneesicherheit ist zum Beispiel in der Kronplatzregion mit ihren 100 Prozent (!) beschneiten Pisten kein Thema. Buchen kann man dort wahlweise den Skipass Dolomiti Superski oder den Skipass Ahrntal für Speikboden & Klausberg. Und das ist noch nicht alles: Auf den Skiverleih gibt es noch mal 20 Prozent und 15 Prozent auf den Skikurs ab drei Tagen in der Gruppe und ab drei Privatstunden.

srt

Tux, Zillertal: Der Gletscher macht's

Eine selbst ernannte "Winter-Liebe" auf den ersten Blick ist Österreichs einziges Ganzjahresskigebiet, der Hintertuxer Gletscher. Über dem bildhübschen Tiroler Alpenhochtal eröffnen sich bereits jetzt 60 Kilometer bestens präparierter Pulverschneepisten.

Geldbeutelfreundlich gibt sich die Vorsaisonpauschale "Edel-Weiß" vom 26. November bis 17. Dezember. Sieben Übernachtungen mit Frühstück sind auf Bauernhöfen inklusive Sechs-Tages-Skipass bereits ab 377 Euro zu haben. Im Preis enthalten ist der Skibus. Schneesicherheit ist bei Pisten bis 3250 Meter Höhe seit Oktober bis Mai garantiert. Für Adventsfreunde wird am 27. November der Tuxer Advent auf dem Lanersbacher Dorfplatz mit Bläsergruppe und weihnachtlichen Standln eröffnet.

TVB Pitztal/ Francesco Zanet/ srt

Pitztal, Tirol: Das Höchste in Österreich

Mit 3440 Metern ist der Pitztaler Gletscher der höchste ohne Fußmarsch erreichbare Punkt Österreichs. Wer nicht glauben will, dass der Winter dort längst eingekehrt ist, der schaut einfach auf die Webcam. Auch das zweite Talskigebiet Hochzeiger in Jerzens konnte selbst in den schneeärmsten Winterjahren immer pünktlich in die Saison starten. 90 Prozent der Pisten liegen auch dort über 2000 Metern.

Konkurrenzlos günstig gibt sich die seit Mitte Oktober laufende Pauschale "Winterstart": Bis 4. Dezember zahlt man für zwei bis sieben Übernachtungen und drei bis sechs Tage Skipass ab 172 Euro pro Person. Der Skibus ist ebenfalls bereits im Preis enthalten. Wer Adventsromantik liebt, der besucht das Dorf Plangeroß, wo sich jeden Abend in einem anderen Bauernhaus ein Adventsfenster öffnet.

REUTERS

Zugspitze: Von der Tiroler Seite

Nicht alle wissen, dass Deutschlands höchster Berg auch eine attraktive Südseite hat. Für Kenner ist die Fahrt mit der Tiroler Zugspitzbahn von Ehrwald aus ohnehin die schönere. An Angeboten mangelt es nicht, man hat die freie Auswahl aus mehr als 500 Gasthäusern und Hotels. Und die beteiligen sich in der Vor-, Zwischen- und Nachsaison außerhalb der durch die großen Feiertage und klassischen Winterurlaubszeiten vorgegebenen Hauptbuchungszeiten an so bequemen wie preiswerten Pauschallösungen: Ab 250 Euro gibt es die "Top Snow Card" für mehr als 80 Lifte - und die Übernachtung inklusive. Angeboten werden vier oder sieben Übernachtungen mit drei respektive sechs Tagen Skipass.

Ein Geheimtipp der gehobenen Art ist das direkt an der Bahn gelegene Tiroler Zugspitzhotel. Zwischen 8. und 23. Dezember bietet das auf Familien spezialisierte Viersternehotel drei bis sieben Übernachtungen inklusive Fünf-Gänge-Halbpension und zwei bis sechs Tagen Top-Snow-Card-Skipass ab 369 Euro pro Person. Wer lieber mit dem eigenen Wohnmobil kommt, der wird vor Ort auch fündig. Das Hotel bietet 30 Deluxe-Stellplätze mit Anbindung direkt ans neue Badehaus.

TV St. Anton am Arlberg/ Josef Mallaun/ srt

St. Anton, Arlberg: Schneekristall und Advent

Ein anderer Klassiker des Frühstarts in den Winter ist der Arlberg. In St. Anton setzt man bei der "Schneekristallwoche" vom 3. bis 10. Dezember auf die Kombination aus guter Musik und gutem Schnee. Zum "Stanton Ski Open" am 3. Dezember bringen Rea Garvey und Gregor Meyle die Boxen zum beben. Sieben Tage in einer Frühstückspension mit sechs Tagen Liftpass kosten ab 430 Euro.

Vom 10. bis 24. Dezember geht es ruhiger weiter mit den Wedelwochen. Fünfmal heißt es in dieser Zeit "Adventzauber im Park - Der Weihnachts-Erlebnis-Weg", bei dem überall im Dorfpark Feuerstellen zum Verweilen und Mitmachen einladen. Sieben Tage Frühstückspension und Liftpass kosten in dieser Zeit ab 475 Euro. Ski gefahren wird natürlich auch - dank einiger neuer Lifte erstmals im größten Skigebiet Österreichs.

Ötztal Tourismus/ srt

Sölden, Ötztal: Funzone am Giggijoch

Stimmung im Tal, Schnee am Berg: Die Partyhochburg Sölden im Ötztal besitzt gleich zwei Gletscherskigebiete. Das bedeutet Schneegarantie von Oktober bis Mai. Sobald ab 19. November alle 33 Lifte den Betrieb aufgenommen haben, liegen den Pistencracks immerhin 145 Abfahrtskilometer zu Füßen.

Als einziges Skigebiet Österreichs glänzt der Ort mit drei Dreitausender-Skigebieten, die werbewirksam als "Big3" vermarktet werden. Bei der Pauschale "Winter-Special" ab 19. November bis 17. Dezember können preisbewusste Skifahrer zwei Übernachtungen in Frühstückspensionen samt zwei Tagen Skipass ab 215 Euro buchen. Parallel dazu heizen diverse Events am Giggijoch auf 2300 Meter Höhe ein: Am 3. Dezember die Electric Mountain Party mit dem Top-Act "Topic", am 10. Dezember verspricht die Sölden Party "Top-Stimmung am Berg" - ebenfalls in der Funzone am Giggijoch.

Tourismusverband Obertauern/ srt

Obertauern, Salzburger Land: Krampus in der Schneeschüssel

Live-Events und stiebender Schnee: Nach diesem Motto stricken heute zahlreiche Wintersportorte ihre Vorsaisonpauschalen. Das gilt auch für die östlichste Schneeschüssel der Alpen: Obertauern. Die Skisaison beginnt bereits am 16. November, und ab da gibt es nonstop volles Programm. Highlights sind die deutsche Elektropop-Band Glasperlenspiel am 3. Dezember und die schon legendäre Krampusparty am 9. Dezember. Eine Woche Aufenthalt in einer Frühstückspension mit Skipass gibt es in der Vorweihnachtszeit ab 524 Euro pro Person.

Tignes, Frankreich: Zu fünft im Apartment

Schön sind sie ja nicht unbedingt, die französischen Skistationen, aber vor allem für junge Sportskanonen ein bezahlbares Traumziel. Tignes, der Retortenskiort in einem der größten und besten Skigebiete der Welt, offeriert ihnen in der Vorweihnachtswoche von 17. bis 24. Dezember einen echten Preiskracher: Er heißt "Séjour Special Noel", also Weihnachtsspezial, und enthält eine Woche im Apartment, den Skipass "Espace Killy" sowie freien Eintritt ins Lagon-Schwimmbad und in die Eishalle für bis zu fünf Personen ab 930 Euro.

Jasper, Kanada: Schnäppchen an der Gletscherzunge

Schneesicher sind nicht nur die Alpen, sondern auch Kanada. Es muss ja nicht gleich das sündhaft teure Heliskiing sein. Als echtes Schnäppchen erweist sich das Nationalpark-Dörfchen Jasper. Umgeben von schimmernden Gletschern und tief verschneiten Berggipfeln der Rocky Mountains ist es das perfekte Basislager für das 85 Pistenkilometer große Skigebiet Marmot Basin.

Im erst 2014 eröffneten The Crimson Hotel bietet der Amerika-Spezialist Canusa-Reisen eine Woche Aufenthalt mit Skipass und Mietwagen plus Nationalparkpass aktuell ab 299 Euro an. Dazu kommt natürlich noch der Flug nach Calgary oder Edmonton, im Dezember ist der ab knapp 900 Euro zu haben. Aber dafür hat man dann einen wirklich ungewöhnlichen Start in die Skisaison.

Hans-Werner Rodrian/srt



insgesamt 9 Beiträge
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Thilo_Knows 23.11.2016
1. Nummer 1 vergessen!
Ihr habt ausgerechnet jenes Skiegebiet vergessen, welches weltweit auf die meisten Lifttage pro Saison kommt: Obergurgl/Hochgurgl. Dort kann man 170 Tage Skilaufen - ab November und ohne Gletscher.
Commonsensical 23.11.2016
2. ......6 setzen!
Schlecht recherchiert! Val Thorens in den 'Les Trois Vallees' ist schon geöffnet und Meribel im gleichen Skigebiet öffnet am 10 Dezember. Selbstverständlich mit günstigen Vor-Saison Tarifen!
frankreiser 23.11.2016
3. Von wegen Schneesicherheit
Ein am Schreibtisch entstandener Bericht: Die aktuelle Situation sieht in den genannten Skigebieten ganz anders aus. Beispiel Sölden: Statt 33 Liften und 145 km Piste wie im Artikel behauptet sind heute 20 Lifte und 83 km Pisten offen. Bei aktuell 10 ° C im Tal taut´s auch oben am Gletscher, im Winterskigebiet erst recht ...
Wachtmeister Dimpfelmoser 23.11.2016
4. da fehlt einiges
Sulden am Ortler bitte nicht vergessen! Die haben schon seit 22-10.2016 geöffnet - das Skigebiet ist bis 3250 m hoch.
MKAchter 23.11.2016
5. Spuren
Ich gehe u.a. gerne ins Pitztal, als Sommertourist. Wenn man dort mit halbwegs wachen Augen unterwegs ist, werden (und ich bin kein "Grün-Ideologe") die Eingriffe und negativen Spuren des Wintertourismus deutlich. Ich gönne den Pitztalern wirklich die Einnahmen aus dem Wintertourismus, aber die Folgen muss man sich auch klar machen.
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