Zollkontrollen Autoclub erwartet keine Staus an dänischer Grenze

Die Papiere, bitte: Wer nach Dänemark reist, muss ab Dienstag an der Grenze wieder mit Kontrollen rechnen. Urlauber sollten ihre Dokumente griffbereit halten - auf lange Wartezeiten müssen sie sich aber wohl nicht einstellen.

Kopenhagen: Nur mit Perso oder Reisepass nach Dänemark reisen
AFP

Kopenhagen: Nur mit Perso oder Reisepass nach Dänemark reisen


München - Ab Dienstag kontrolliert Dänemark wieder seine Grenzübergänge zu Deutschland - Urlauber müssen deshalb aber keine langen Staus fürchten. Maximilian Maurer vom ADAC nimmt an, dass die Grenzer nur einzelne Fahrer bei einem Verdacht herauswinken - wie bereits jetzt in der Schweiz. "Ich denke nicht, dass es zu längeren Wartezeiten kommt."

Dänemark hat angekündigt, an den EU-Grenzen zu Deutschland und Schweden wieder "permanente Zollkontrollen" zu beginnen. Zusätzliche Grenzbeamte sollen bei Stichproben an Straßen und in Zügen nach Drogen und Waffen suchen. Laut der Zollbehörde werde es aber keine systematische Kontrolle aller Autos und Züge geben.

Es hänge nun davon ab, in welchem Umfang die Grenzer Stichproben machen, sagt Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband (DRV) in Berlin. Häufige Kontrollen könnten die Einreise verlängern.

Auf jeden Fall sollten Reisende nun unbedingt ihren Personalausweis oder Reisepass sowie die Fahrzeugpapiere einstecken - und zwar griffbereit, rät Sibylle Zeuch. Außerdem sollte rechtzeitig vor der Reise geprüft werden, ob die Dokumente noch gültig sind.

Ohne gültige Papiere könnten ihnen die dänischen Grenzbeamten im schlimmsten Fall die Einreise verweigern, warnt Maurer. Das sei aber bisher auch schon bisher trotz des Schengener Abkommens der Fall gewesen. "An den Ausweisbestimmungen ändert sich nichts" - nur an der Wahrscheinlichkeit, ohne Pass erwischt zu werden.

Im Grunde seien auch die Kontrollen nichts Neues, sagt Maurer. Auch bisher durften die Grenzbeamten schon jederzeit im Zollbereich verdächtige Autos prüfen. Sie haben das nur so selten getan, dass es für Fahrer meist nicht zu sehen war.

aal/dpa/tmn



insgesamt 10 Beiträge
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Seite 1
fgranna 04.07.2011
1. Und?
Verstehe die ganze Aufregung eh nicht. An der Grenze zur Schweiz pickt sich der Zoll auch die Wagen raus die nach Geldkoffern aussehen. An der Grenze zu den Niederlanden zieht der Zoll Autos mit vorwiegend "jüngeren" Leuten und sucht nach Drogen. An der Grenze zu Polen und Tschechien wird nach Kippen und versteckten Tanks gesucht. WO liegt also das Problem wenn die Dänen selektiv Fahrzeuge zur Kontrolle ziehen???
hans.jo 04.07.2011
2. Ausweis bereithalten?
Eine Zollkontrolle ist keine Personenkontrolle. Ich sehe da erstmal keine Notwendigkeit, sich auszuweisen. Das ist ja auch der Kniff den man versucht, denn eine Personenkontrolle wäre definitiv im Widerspruch zu Schengen, Zollkontrollen sind prinzipiell erlaubt (macht der deutsche Zoll ja auch).
TheDspGuy 04.07.2011
3. Wieso Problem??
Zitat von fgrannaVerstehe die ganze Aufregung eh nicht. An der Grenze zur Schweiz pickt sich der Zoll auch die Wagen raus die nach Geldkoffern aussehen. An der Grenze zu den Niederlanden zieht der Zoll Autos mit vorwiegend "jüngeren" Leuten und sucht nach Drogen. An der Grenze zu Polen und Tschechien wird nach Kippen und versteckten Tanks gesucht. WO liegt also das Problem wenn die Dänen selektiv Fahrzeuge zur Kontrolle ziehen???
Wer sagt denn das es ein Problem ist? In dem Artikel kommt das Wort "Problem" gar nicht vor...
brux 04.07.2011
4. Das Problem
Das Problem sind ja nicht diese merkwuerdigen Massnahmen, sondern der Geist, der dahinter steckt. Wieder einmal glaubt ein kleines Furzland, es haette die Wahrheit gepachtet und alle anderen sind nur Idioten. Im Grunde erzaehlen uns die Daenen hier, dass in Deutschland und Schweden die Kriminellen freien Auslauf haben und man gaaaanz streng sein muss. Diese Strenge duerfte sich aber kaum auf den Alkohol Ho-Tschi-Min-Pfad nach Flensburg erstrecken. Da haben daenische Politiker dann doch zu viel Angst vor dem Zorn ihrer trinkenden Bevoelkerung.
c++ 04.07.2011
5. .
Zitat von bruxDas Problem sind ja nicht diese merkwuerdigen Massnahmen, sondern der Geist, der dahinter steckt. Wieder einmal glaubt ein kleines Furzland, es haette die Wahrheit gepachtet und alle anderen sind nur Idioten. Im Grunde erzaehlen uns die Daenen hier, dass in Deutschland und Schweden die Kriminellen freien Auslauf haben und man gaaaanz streng sein muss. Diese Strenge duerfte sich aber kaum auf den Alkohol Ho-Tschi-Min-Pfad nach Flensburg erstrecken. Da haben daenische Politiker dann doch zu viel Angst vor dem Zorn ihrer trinkenden Bevoelkerung.
Das ist einfach nur peinlich, was Sie schreiben. So haben wir das "kleine Furzland" schon 1940 behandelt. Ich denke, die große Mehrheit der Deutschen akzeptiert die dänischen Bedenken und unterstützt die dänische Regierung und die dänische Bevölkerung in ihrem Kampf gegen unerwünschte kriminelle Zuwanderung. Liebe Dänen, glaubt nicht, dass die deutschen Politiker die Bevölkerung repräsentieren. Die Dänen haben ihre eigenen Erfahrungen. Wir Deutsche auch, das kommt natürlich in Brüssel nicht an. Solche Probleme interessiert die politische Klasse in Brüssel nicht. Da geht es um das ganz Große, Kriminalität interessiert dort niemanden.
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