Akropolis: Auch die griechische Region Attika ist nun Risikogebiet – und mit ihr die Hauptstadt Athen
Akropolis: Auch die griechische Region Attika ist nun Risikogebiet – und mit ihr die Hauptstadt Athen
Foto: Peter Bischoff / Getty Images

Quarantäne, Corona-Test, Anmeldung Was jetzt für die Rückkehr aus Risikogebieten gilt

Für Reisende, die in Risikogebieten unterwegs waren, gelten neue Auflagen. Wie lange muss ich nach der Rückkehr in Quarantäne? Kann mich ein negativer Corona-Test von der Pflicht befreien? Gibt es Ausnahmen?

Zwar sind Bürgerinnen und Bürger dazu aufgerufen, im derzeitigen Teil-Shutdown nicht zu reisen – und touristische Übernachtungen im Inland sind ohnehin im Moment verboten. Dennoch gibt es Menschen, die im November aus einem Auslandsurlaub nach Deutschland zurückkehren. Sofern sie aus einem Risikogebiet  einreisen, gelten für sie nun neue Quarantäneregeln. Auch wer im Herbst und Winter eine Reise plant, sollte sich die neuen Auflagen genau ansehen.

Der Bund hat eine Musterverordnung vorgelegt, die die Länder nun umsetzen müssen. Bei den Ausnahmen von der Quarantänepflicht könnte es allerdings regionale Abweichungen geben. Der Überblick:

Für welche Länder gilt die Neuregelung? 

Inzwischen gibt es in Europa nur noch vereinzelte Regionen, die nicht als Risikogebiete gelten. Seit Sonntag stehen auch Dänemark und ganz Italien auf der Liste. Auch weltweit gelten sehr viele Staaten als Risikogebiete.

Wie sieht die neue Quarantänepflicht aus? 

Ab dem 8. November gilt für alle Rückkehrer aus Risikogebieten eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen – und zwar unabhängig davon, ob die Reise "auf dem Land-, See- oder Luftweg aus dem Ausland in die Bundesrepublik Deutschland" stattgefunden habe, wie die Bundesregierung mitteilt.

Die Pflichtquarantäne kann verkürzt werden, wenn der oder die Betroffene "frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise" einen negativen Corona-Test vorlegen können, wie es in der Vorlage heißt. Bislang gilt für Reiserückkehrer aus Risikogebieten eine Pflichtquarantäne von 14 Tagen.

Welche Ausnahmen gibt es? 

Die Regelung gilt nicht für Menschen, die nur zur Durchreise nach Deutschland kommen. Sie müssen die Bundesrepublik auf dem schnellsten Weg wieder verlassen. Auch wer sich im Rahmen des Grenzverkehrs mit Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet aufgehalten hat, ist nicht von der Quarantänepflicht erfasst.

Länger aufhalten ohne Quarantäne dürfen sich auch Berufspendler sowie Ärzte, Pflegekräfte, unterstützendes medizinisches Personal und 24-Stunden-Betreuungskräfte. Die Ausnahme gilt auch beim Besuch naher Verwandter sowie des nicht zum gleichen Hausstand gehörenden Ehegatten oder Lebensgefährten – und wenn ein geteiltes Sorgerecht besteht. Auch für Menschen, die Waren oder Güter auf der Straße, der Schiene, per Schiff oder per Flugzeug transportieren, gelten Ausnahmen – ebenso für hochrangige Mitglieder des diplomatischen und konsularischen Dienstes, von Volksvertretungen und Regierungen.

Können Einreisende einfach so deutschen Boden betreten? 

Nein. Sie müssen sich ab Sonntag vor der Einreise digital unter www.einreiseanmeldung.de  anmelden. Die neue Web-Anwendung ersetzt die bisherigen Aussteigekarten in Papierform. Mit der Einreiseanmeldung sollen die Gesundheitsämter am Zielort der Einreisenden die notwendigen Informationen erhalten – etwa um kontrollieren zu können, ob die nach landesrechtlichen Regelungen bestehende Quarantänepflicht eingehalten wird. Anmelden muss sich jeder, der in den vorangegangenen zehn Tagen in einem Corona-Risikogebiet war.

jus/AFP
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