Deutsche Bahn Digitale Ampel zeigt Kunden Auslastung der Fernzüge an

Wer nicht gern in überfüllten Zügen sitzt, kann künftig auf ein neues Ampelsystem zurückgreifen. Fernverbindungen mit einer hohen Auslastungen sollen ab sofort mit einem roten Symbol gekennzeichnet sein.

Kunden der Deutschen Bahn sollen künftig vor der Reise wissen, wie ausgelastet ihr Zug ist.
Kai Pfaffenbach/REUTERS

Kunden der Deutschen Bahn sollen künftig vor der Reise wissen, wie ausgelastet ihr Zug ist.


Die Deutsche Bahn hat ein System eingeführt, mit dem Kunden bei ihrer Reiseplanung sehen können, wie voll IC-, EC- oder ICE-Züge voraussichtlich sein werden. Mit einer digitalen Anzeige soll den Reisenden ermöglicht werden, eventuell auf einen weniger nachgefragten Zug auszuweichen oder rechtzeitig einen Sitzplatz zu reservieren.

Wie die Bahn mitteilte, ist die Anzeige an die Ampel-Logik - allerdings mit vier Kategorien - angelehnt: Von einer "geringen Auslastung" mit vielen freien Sitzplätzen bis hin zu "außergewöhnlich hoher Auslastung", die in Rot und durchgestrichen dargestellt wird.

bahn.de / Screenshot

Auf der Internetseite des Konzerns werden die neuen Symbole bereits getestet, in der Bahn-App sollen sie nach Unternehmensangaben voraussichtlich ab dem 9. April zur Verfügung stehen. Die Auslastungsampel soll dabei alle Fernzüge der kommenden 28 Tage anzeigen.

Die Prognosen basieren dabei auf Daten zur Auslastung der entsprechenden Verbindung in der Vergangenheit. Zudem werden die bereits eingegangenen Buchungen für die gewählte Verbindung berücksichtigt.

hba/AFP



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bartsuisse 01.04.2019
1. Nein echt jetzt?
das gibt es in der Schweiz seit Jahren. SEIT JAHREN!!! Aber das muss jetzt in Deutschland als Durchbruch gefeiert werden. Deutschland ist sowas von veraltet. 80er Jahre Standard aber Weltklasse Anspruch. Einfach nur peinlich
Teutonengriller 01.04.2019
2. Früher
hat man sich eine Fahrkarte gekauft und ist in den Zug gestiegen. Hat sich an dem Verfahren etwas geändert? Gut ich bin lange nicht gefahren. Das letzte Mal nach einem Urlaub. Mußten wir vom Flughafen Bremen nach Schleswig-Holstein und haben die ganze Zeit (1 1/2 Stunden) auf dem Flur gestanden vor der Toilette, weil der Waggon voll war. War aber auch Weihnachten. Was uns aufgefallen ist, war,daß absolut keiner die Fahrkarten kontrolliert hat. Und überhaupt; digitales Ampelsystem. Was heißt denn das? Analog ist einfacher . DA heißt rot: "Nicht einsteigen". Was heißen denn 3 rote Männchen? "Einsteigen auf eigene Gefahr" ? Außerdem ist das sicher nicht gendergerecht. Daß sich da nich keiner aufgeregt hat?
Newspeak 01.04.2019
3. ....
Wenn die Bahn doch genau weiss, welche Züge besonders stark ausgelastet sind, also fast immer, könnte man ja auch mal ein oder zwei Wagen mehr dranhängen. DAS wäre Service. Und kommt endlich mal von dem Frühbucherding weg. Eine Bahn ist KEIN Flugzeug. Service wäre es günstige Preise immer anzubieten, auch für Schnell- oder Spätentschlossene.
dorffburg 01.04.2019
4. Heute ist doch der 1. April,
daher kann man diese Meldung getrost in das Reich der peinlichen Fantasie ablegen. Man kann anhand der Preise sehen, ob ein Zug ausgelastet ist oder nicht - ist auch eine Binsenweisheit: Abends teuer, spätabends günstiger, mittags günstiger, morgens teurer, frühmorgens günstiger. So einfach, so simpel. Pseudoinnovation nennt man so etwas in Marketingsprech; ich weiß wovon ich rede :-)
Teutonengriller 01.04.2019
5. 1986 hat die Bundeswehr
Zitat von bartsuissedas gibt es in der Schweiz seit Jahren. SEIT JAHREN!!! Aber das muss jetzt in Deutschland als Durchbruch gefeiert werden. Deutschland ist sowas von veraltet. 80er Jahre Standard aber Weltklasse Anspruch. Einfach nur peinlich
Container und Absetzbrücken getestet. Da liefen die in der freien Wirtschaft seit Jahren . Vielleicht hat die Bahn ja auch schon lange auf die Schweiz geschaut und gewartet wie das dort läuft? Schweiz?! Als wenn da die Züge voll wären?
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