Deutsche Bahn ICE-4-Passagiere beschweren sich über Sitze

Nach spätestens vier Stunden Fahrt tut der Rücken weh. Passagiere des ICE beklagen sich über unbequeme Sitze. Jetzt bessert die Bahn nach.
Sitze im ICE 4

Sitze im ICE 4

Foto: Deutsche Bahn

Der neue Hochgeschwindigkeitszug ICE 4 bereitete der Bahn schon vor Indienststellung Kopfschmerzen. Die Auslieferung verzögerte sich wegen technischer Probleme. Jetzt, wo die ersten Züge durch das Land brausen, bereitet er manchen Passagieren Rückenschmerzen.

Bei der Deutschen Bahn häufen sich nach SPIEGEL-Informationen die Beschwerden über die Sitzqualität in der neuen ICE-Generation. Die Stühle seien unbequem, insbesondere auf längeren Reisen über vier Stunden, so die Rückmeldung der Passagiere.

Mittlerweile hat auch die Bahn auf die Vorwürfe reagiert. "Betroffen sind wohl vor allem längere Menschen", heißt es aus dem Management im Berliner Bahntower. "Derzeit testen wir weiterentwickelte Sitzvarianten mit Probanden im Modell und später im Zug im Kundenbetrieb. Die Tests sollen bis Ende 2018 abgeschlossen sein", erklärte ein Bahn-Sprecher auf Anfrage des SPIEGEL.

Der ICE 4 wird derzeit von Siemens ausgeliefert. Er soll dringend benötigte Kapazitäten bereitstellen, um den Ansturm von Fahrgästen bedienen zu können. Auch hofft die Bahn, mit mehr Zügen eine Reserve aufbauen zu können, die bei Zugausfällen zur Verfügung steht. So soll die Pünktlichkeit im Fernverkehr verbessert werden.

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