Flughafen Berlin-Schönefeld Regierungsflieger hat Probleme bei Landung

Ein Jet der Flugbereitschaft der Bundeswehr musste nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umkehren. Bei der Landung auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld hatten beide Tragflächen offenbar Bodenkontakt.

Eine Bombardier Global 5000 (Archiv)
Manngold/ imago images

Eine Bombardier Global 5000 (Archiv)


Erneute Panne einer Maschine der Bundeswehr-Flugbereitschaft: Ein Jet der Bundeswehr ist nach einer Funktionsstörung kurz nach dem Start umgekehrt und hat auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld Probleme bei der Landung gehabt.

"Es waren keine Passagiere an Bord", sagte ein Sprecher der Luftwaffe. Die Maschine habe bei der Landung mit beiden Tragflächen den Boden berührt. Die Crew werde daher vorsorglich in einem Bundeswehrkrankenhaus medizinisch untersucht. Ob es Verletzte gab, ist noch unklar.

Das Flugzeug ist den Angaben zufolge vom Typ Global 5000 des kanadischen Flugzeugherstellers Bombardier, mit dem auch Regierungsmitglieder reisen. An Bord habe sich kein Politiker befunden, hieß es.

Das Flugzeug war dem Sprecher zufolge in Schönefeld für eine Wartung gewesen. Es war eigentlich auf dem Weg nach Köln, wo es stationiert ist. Warum das Flugzeug kehrtmachen musste, blieb unklar. Der Sprecher sprach zunächst nur von Funktionsstörungen. Das Luftfahrtamt der Bundeswehr sei nun damit beauftragt, die Ursache zu klären.

Die Abfertigung auf dem Berliner Airport wurde wegen des Zwischenfalls ab 9.30 Uhr unterbrochen. Inzwischen ist der Flugverkehr wieder angelaufen. Auch die Passagierabfertigung laufe wieder, teilte der Betreiber am Mittag mit. Verzögerungen seien weiterhin möglich. Passagiere sollten sich vor Ort oder bei ihrer Fluggesellschaft informieren.

Die verunglückte Landung hatte zuvor zu massiven Beeinträchtigungen geführt. Nach dem Zwischenfall wurde die Abfertigung in Schönefeld zunächst eingestellt, Maschinen im Anflug wurden umgeleitet.

Die Flugbereitschaft hat 14 teils recht alte Flugzeuge, die für Flüge von Kabinettsmitgliedern oder des Bundespräsidenten eingesetzt werden. Zuletzt gab es immer wieder Pannen bei Auslandsreisen deutscher Politiker.

Ende Februar saß Außenminister Heiko Maas in Mali fest, im Januar war Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Äthiopien betroffen, kurz davor Entwicklungsminister Gerd Müller in Afrika. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) gab im Februar die Beschaffung von drei neuen Langstreckenmaschinen in Auftrag.

cop/dpa

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