Verspätungen Drohne gesichtet - Frankfurter Flughafen stoppt kurzzeitig Betrieb

Eine halbe Stunde lang durfte in Frankfurt kein Flugzeug starten oder landen - Grund war eine Drohne im Süden des Airports.

Flughafen Frankfurt (Archivfoto Boris Roessler / dpa)
DPA

Flughafen Frankfurt (Archivfoto Boris Roessler / dpa)


Wegen der Sichtung einer Drohne hat der Frankfurter Flughafen am Freitag für eine halbe Stunde den gesamten Flugverkehr einstellen müssen. Ab 17.15 Uhr hätten 30 Minuten lang keine Starts und Landungen stattgefunden, teilte die Flughafengesellschaft Fraport auf Twitter mit.

Die Drohne sei im Süden des Geländes gesehen, der Flugbetrieb dann bis zur Klärung der Lage durch die Bundespolizei eingestellt worden. Laut Deutscher Flugsicherung machte sich die Bundespolizei mit einem Hubschrauber auf die Suche nach der Drohne, konnte sie aber nicht mehr sichten.

Inzwischen laufe der Flugbetrieb wieder normal, hieß es auf Twitter. Es habe kein Chaos gegeben. Zunächst hatte Fraport von zwei Drohnen berichtet, die Zahl wurde später auf eine Drohne korrigiert.

In Frankfurt waren an diesem Tag von 1439 Flügen bis zum Abend rund 60 annulliert worden, die meisten allerdings im Zusammenhang mit einer Computerpanne im Flugsicherungszentrum Langen. Wegen der Drohne kamen weitere Verspätungen hinzu, sagte ein Fraport-Sprecher.

Am größten britischen Flughafen London-Heathrow wurde der Flugbetrieb in den vergangenen Monaten mehrfach wegen Drohnensichtungen unterbrochen. Einmal waren davon etwa 120.000 Passagiere betroffen.

Drohnensichtungen an Flughäfen steigen

Bundespolizei-Präsident Dieter Romann hatte gewarnt, dass dies jederzeit auch an deutschen Flughäfen passieren könne. Nach seiner Einschätzung gibt es derzeit keine tauglichen Abwehrsysteme, die in städtischen Gebieten Drohnen sicher erkennen, identifizieren oder im Zaum halten könnten.

Die Deutsche Flugsicherung hatte im vergangenen Jahr 158 Behinderungen des regulären Luftverkehrs durch Drohnen registriert - etwa 80 Prozent mehr als noch 2017. Im Großraum von Flughäfen seien 125 der Fälle gemeldet worden. Die meisten Störungen gab es in Frankfurt/Main (31), gefolgt von Berlin-Tegel (17), München (14) und Hamburg (12).

In Deutschland sind Drohnenflüge über den Start- und Landebereich an Flughäfen verboten - genauso wie über Menschenmengen, Krankenhäusern, Gefängnissen, Behörden, Bundesstraßen oder Bahnanlagen. Dort, wo Drohnen erlaubt sind, müssen die Geräte während des Fluges grundsätzlich in Sichtweite bleiben und dürfen nicht höher als 100 Meter fliegen. Ausnahmen gibt es auf Modellflugplätzen.

kko/Reuters



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