Einigung mit Arbeitnehmern TUIfly will normalen Betrieb wieder aufnehmen

Ab Sonntag will TUIfly den normalen Flugbetrieb wieder aufnehmen. Das kündigte das Unternehmen nach einem Schlichtungsgespräch in Hannover an.

Zentrale von TUIfly am Flughafen Hannover
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Zentrale von TUIfly am Flughafen Hannover


Die Maschinen des Ferienfliegers TUIfly sollen ab Sonntag wieder weitgehend planmäßig starten und landen. Das hat das Unternehmen am Freitagabend nach einem Schlichtungsgespräch im niedersächsischen Wirtschaftsministerium bekannt gegeben. "Voraussichtlich werden 115 Flüge starten", heißt es in einer Pressemitteilung der Airline.

Noch am Samstag werden Urlauber aber mit Einschränkungen im Reiseverkehr leben müssen. Aus "operationellen Gründen" müsse die Fluggesellschaft große Teile ihres Flugprogramms streichen, 118 Flüge seien betroffen.

Zuvor hatte sich das Unternehmen mit den Arbeitnehmern geeinigt und eine dreijährige Standort- und Tarifgarantie ausgesprochen. Außerdem will der Konzern erst Mitte November über den geplanten Umbau entscheiden. Arbeitnehmervertreter fürchten in diesem Zuge Jobverluste. Detlef Ahting, der als Vertreter der Gewerkschaft Ver.di an dem Schlichtungsgespräch teilgenommen hat, nannte die Lösung eine "gute Grundlage". Die Gespräche der kommenden Wochen müssten nun zeigen, ob sie belastbar sei.

Wegen kurzfristiger Krankmeldungen zahlreicher Crewmitglieder waren seit Donnerstag Hunderte Flüge der Airline ausgefallen. Nach Angaben einer TUI-Sprecherin sind rund 9000 Urlauber betroffen. Auch bei Air Berlin fallen Flüge aus.

Fluggäste sollten den aktuellen Status ihres Flugs auf der Website überprüfen. Unter der Servicehotline 0800-9006090 kann man sich laut TUIfly ebenfalls informieren. Auch Air Berlin stellt neueste Informationen über die Flüge auf der Website zur Verfügung.

mja/dpa



insgesamt 40 Beiträge
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Seite 1
Amadablam 07.10.2016
1. Das wird...
...Schule machen...
carryflag 07.10.2016
2. Spontangenesung
und siehe da, plötzlich ist man wieder gesund. Ein Hoch auf Deutschland.
stahlfahrer 07.10.2016
3. Ich seh schon die Diskussion bei Mabrit Illner:
"3 Tage krank ohne Beweis? Müssen wir die Gesetze im Sinne der Arbeitgeber ändern?" Ich kann nur sagen: Meine Ex-TUI Kollegen mussten sich schon so unendlich viel gefallen lassen - jetzt hat es mal gereicht, BRAVO und ein Hoch auf die Solidarität der TUI Mitarbeiter!!!
poetnix 07.10.2016
4. Systemlücke
Hinter diesen "Krankheiten" als Ersatzstreik steckt eine Systemlücke im Gesundheitssystem. Gegen diese Lücke sind ausgefallene Urlaubsflüge eine Kleinigkeit, da sich hier eine gesellschaftliche Bedrohung der Funktionalität auftut. Bei aller vordergründigen Aufregung über entgangene Ulaubsfreuden, vielleicht könnte man das auch mal diskutieren?!
elisenstein 07.10.2016
5. Zwiespalt
einerseits kann ich die Tui-Mitarbeiter verstehen. Die Ausbeuterei wird in fast allen Firmen immer schlimmer. Andererseits wäre ich stinksauer, wenn ich von dieser Aktion als 'Opfer' betroffen wäre. Warum müssen immer die unter diesen Aktionen leiden, die absolut nichts mit den Ursachen zu tun haben? Denkt doch mal darüber nach, gibt es keine anderen Möglichkeiten? So ist das jedenfalls richtig Sch...e!
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