Gefahr durch Schneemassen Wanderhütten in den Alpen öffnen später

Der Sommer ist da - doch viele Berghütten sind für Wanderer noch geschlossen. Die Schneemassen des Winters haben viele Schäden hinterlassen, auch Lawinengefahr besteht noch.

Schnee vor dem Schweizer Nufenenpass (Juni): Manche Hütten und Passtraßen sind wegen Schnee noch geschlossen
Samuel Golay/ KEYSTONE/ TI-PRESS/ DPA

Schnee vor dem Schweizer Nufenenpass (Juni): Manche Hütten und Passtraßen sind wegen Schnee noch geschlossen


Das Schneechaos dieses Winters wirkt in den Alpen bis jetzt nach: Eine Woche vor dem offiziellen Sommerbeginn ringen Hüttenwirte und Almbauern noch immer mit den Folgen. Viele der höher gelegenen Hütten des Deutschen Alpenvereins (DAV) konnten noch nicht öffnen - sie starten teils mindestens zwei Wochen später in die Saison.

Auch der Almauftrieb ist vielerorts verspätet, wie der Almwirtschaftliche Verein Oberbayerns mitteilt. Seit diesem Wochenende ist Saison auf diversen Almen bei Miesbach, etwa an der Rotwand. Länger dauert es noch auf den hochgelegenen Almen im Zugspitzgebiet.

Hüttenwirte und Almbauern sind zudem damit beschäftigt, die Schäden des Winters zu beseitigen: Die Schneemassen knickten Zäune um und zerstörten Wege und andere Infrastruktur.

Auch Wanderer müssen noch aufpassen: Der DAV empfiehlt, Touren über 1700 Metern noch zu meiden. Gefahr geht von Schneefeldern aus. Wer dort abrutscht, kann schwer verunglücken.

Selbst die Lawinengefahr ist nicht völlig gebannt. Vor allem im steilen Gelände könnten sich Altschneereste lösen - und als steinharte Brocken Wanderer verletzen, sagt der Leiter der Lawinenwarnzentrale Bayern, Hans Konetschny.

abl/dpa

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