Norwegens neue Touristenattraktion "The Whale" Flosse zum Flanieren

Auf der norwegischen Insel Andøya entsteht ein besonderes Besucherzentrum: "The Whale" soll einem der weltbesten Walbeobachtungsorte mehr Touristen bescheren.

The Whale, Dorte Mandrup A/S. Rendering by MIR

Andenes auf der nordnorwegischen Insel Andøya gehört zu einem der weltweit besten Spots zum Beobachten von Walen. Wer von hier aus zu einer Bootssafari hinaus auf das eisige Nordmeer fährt, sieht Pottwale und Orcas, mit etwas Glück auch Grindwale, Zwergwale, Buckelwale oder Delfine.

Nun macht in Andenes ein weiterer Wal von sich reden: "The Whale" - das neue Erlebnis- und Wissenszentrum, das 2022 direkt an der Küste nahe des Leuchtturms eröffnen soll.

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"The Whale" in Norwegen: Aufgetaucht

Im Wettbewerb hat der Entwurf des dänischen Architekturbüros Dorte Mandrup die Jury überzeugt. Eindrucksvoll erhebt sich "The Whale" aus den zerklüfteten Felsen. Wer das geschwungene, steinerne Dach des rund 4500 Quadratmeter großen Gebäudes betritt, blickt weit hinaus auf den Atlantik. Über einem: die Mitternachtssonne oder der leuchtende Polarlichthimmel. Im Inneren bietet "The Whale" Ausstellungsflächen, Platz für einen Shop, Gastronomie und Büros.

Rund 20 Millionen Euro soll der Bau der Architekturattraktion kosten. Nach Andenes kommen jährlich rund 50.000 Besucher, "The Whale" soll noch mehr Touristen nach Nordnorwegen locken.

Andøya ist die nördlichste Insel Vesterålens. Nur wenige Kilometer vor Andenes fällt der Meeresboden auf über 1000 Meter steil ab.

ele

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insgesamt 19 Beiträge
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tamna 19.11.2019
1. Schrecklich!
Erst macht Spon Werbung für die Orkneys, und jetzt für die Vesteralen. Fahrt da nicht hin, es ist schrecklich dort, kalt, dunkel und es regnet dauernd! ...Da man mit dem Auto (liebe Greta-Fangirls und -boys, eine Bahnverbindung gibt es dort nicht, ihr werdet fliegen oder motorisiert fahren müssen) mindetsens 3 Tage ab Oslo und 4 Tage ab Kopenhagen oder Göteborg benötigt, wird der Ansturm hoffentlich überschaubar bleiben...nur diese Kreuzschiffe haben dann einen neuen Anlaufpunkt...
r_dawkins 19.11.2019
2. Also zu den Orkneys kann man mit dem Zug fahren
und ich fand es total cool da. Von wegen dunkel, kalt und es regnet die ganze Zeit. Das ist Quatsch
MatthiasPetersbach 19.11.2019
3. Wale....
....sollte man einfach in Ruhe lassen. Und diese Instant-Begegnungen ersetzen sowieso nicht das Erlebnis, das man hat, wenn man bei ner Wanderung an der Klippe mit dem Fernglas zufällig die Flossen von einer Orca-Schule am Horizont erblickt. Klar, das kann man nicht kalkulieren, klar, das ist dann im Fernglas eher zu erahnen als formatfüllend und ein Selfie davon macht auch keinen Sinn. Aber es ist eben schöner. Und : es muß nichts gebaut werden - so toll der Entwurf ist.
boscoverde 19.11.2019
4. Horror pur
Von derzeit 50'000 Besuchern jährlich, sich durch diesen - für sich betrachtet - sicherlich akzeptablen Bau, nochmals grössere Besuchermengen zu erhoffen, erscheint pervers. Die Norweger scheinen ihre Wal-Tradition doch nicht ganz ablegen zu wollen/zu können. Lasst den Walen ihr Habitat und erfreut euch an den aus dem Wasser ragenden Fluken, schaut euch bereits existierende Reportagen an, aber verschwindet mit euren Booten aus den Wohn- und vor allem auch Kinderzimmern dieser wunderbaren Wesen. Selbst hier auf den Azoren ist - bei allem Verständnis für die Lukrativität - eine sehr oft zutagetretende Respekt- und Rücksichtslosigkeit festzustellen. Ausschwärmen mit Zephyr-Gummibooten mit meist 300 PS Aussenborder, Nichteinhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstands, massive Störung der umgebenden Meeresfauna (Delphine {meist Muttertiere, die bei Annäherung abtauchen und den Nachwuchs reflexmässig als - mit Verlaub - Orca-Frühstück an der Wasseroberfläche zurücklassen}, Wasserschildkröten etc.) Kein dort befindliches Lebewesen hat seine ihm gebührende Ruhe. Aus Sensationslust dringen diese vorgeblichen Naturfreunde störend in das ein, was ihnen doch so sehr am Herzen liegt. Aus purem Respekt sollte, hier wie dort, eine Selbstbeschränkung erfolgen. Diese Lebewesen haben es mehr als verdient.
MatthiasPetersbach 19.11.2019
5.
Zitat von boscoverdeVon derzeit 50'000 Besuchern jährlich, sich durch diesen - für sich betrachtet - sicherlich akzeptablen Bau, nochmals grössere Besuchermengen zu erhoffen, erscheint pervers. Die Norweger scheinen ihre Wal-Tradition doch nicht ganz ablegen zu wollen/zu können. Lasst den Walen ihr Habitat und erfreut euch an den aus dem Wasser ragenden Fluken, schaut euch bereits existierende Reportagen an, aber verschwindet mit euren Booten aus den Wohn- und vor allem auch Kinderzimmern dieser wunderbaren Wesen. Selbst hier auf den Azoren ist - bei allem Verständnis für die Lukrativität - eine sehr oft zutagetretende Respekt- und Rücksichtslosigkeit festzustellen. Ausschwärmen mit Zephyr-Gummibooten mit meist 300 PS Aussenborder, Nichteinhaltung des gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstands, massive Störung der umgebenden Meeresfauna (Delphine {meist Muttertiere, die bei Annäherung abtauchen und den Nachwuchs reflexmässig als - mit Verlaub - Orca-Frühstück an der Wasseroberfläche zurücklassen}, Wasserschildkröten etc.) Kein dort befindliches Lebewesen hat seine ihm gebührende Ruhe. Aus Sensationslust dringen diese vorgeblichen Naturfreunde störend in das ein, was ihnen doch so sehr am Herzen liegt. Aus purem Respekt sollte, hier wie dort, eine Selbstbeschränkung erfolgen. Diese Lebewesen haben es mehr als verdient.
Das Problem ist, daß die Leute immer irgendwas machen müssen, was "Rang und Namen" hat. Und was als Erlebnis irgendwie anderen bekannt ist. Man kann wohl nichtmehr in den Wald laufen, sich 2 Stunden an ne Buche lehnen und dann voll EIGENEM Erlebnis heimkommen. Dazu haben die Leute viel zu wenig Selbstbewusstsein - selbst wenn sie das Erlebnis merken würden. Da ist dann Italien gleich Rom und Venedig, Rom ist gleich Kolosseum und Vatikan und Vatikan ist gleich die sixtinische Kapelle. Die Erlebnisse liegen aber woanders. Meist in völlig unauffälligen, im Reiseführer nicht mal an hundertster Stelle erwähnten Orten, Situationen, Menschen. Im Leben. Zugegebenerweise ist die Werbung der Art "kommt einfach her, egal wohin, irgendwas werdet ihr schon erleben" natürlich für Betreiber von Touristen- und Infozentren eher wenig greifbar. Rückblickend wars aber in jedem Urlaub genau DAS, was toll war. Das ZWISCHEN den Attraktionen.
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