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26. November 2001, 14:49 Uhr

Berlin

Schröder plädiert für Ökotourismus

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat die Reisebranche aufgefordert, mehr auf die Umwelt zu achten. "Die Angebote des Massentourismus, der sein muss und sein soll, kann man naturnäher und umweltverträglicher ausgestalten", so der Regierungschef.

Berlin - Schröder sagte bei der Eröffnung der Berliner Repräsentanz des weltgrößten Reisekonzerns Preussag, er glaube, der Ökotourismus werde ein wichtiger Aspekt sein für die Entwicklung der Branche. Der Kanzler appellierte an die Veranstalter, sich mehr für umweltverträglichen Tourismus einzusetzen. Die Vereinten Nationen haben das Jahr 2002 zum internationalen Jahr des Ökotourismus erklärt.

Schröder rechnet nach eigenen Worten damit, dass die Krise des Tourismus nach den Terroranschlägen des 11. Septembers vorübergehend sein werde. "Ich bin sicher, dass kaum ein Bürger auf seinen wohl verdienten Urlaub verzichten wird, und er sollte es auch nicht", sagte Schröder. Es sei vieles für die Sicherheit im Luftverkehr getan worden. Die Bundesregierung werde ein mehrstufiges Sicherheitssystem aufbauen.

Mit der Eröffnung der Repräsentanz in Berlin in einem 99 Jahre alten Jugendstilhaus Unter den Linden 17 bekenne sich die Preussag zu ihren Wurzeln, sagte Schröder. Das Unternehmen war 1923 in Berlin gegründet worden und hatte erst 1969 den Standort nach Hannover verlegt.

Neben der Vertretung des Konzerns in dem ursprünglich als Carlton- Hotel errichteten Gebäude ist dort nach Worten von Konzernvorstand Michael Frenzel auf 500 Quadratmetern auch ein Reisebüro untergebracht. Mit Computerunterstützung soll der Kunde den Urlaub schon beim Buchen erleben können. Auf Bildschirmen werden Filme der Zielgebiete gezeigt. Der Ton - etwa von einer belebten Marktszene in Italien - kommt durch den Kopfhörer - und eine kleine Düse oberhalb der Tastatur versprüht den dazugehörigen Duft.

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