Nach Anschlägen Flughafen Brüssel kontrolliert Passagiere künftig schon am Eingang

Der Brüsseler Flughafen steht kurz vor der Wiedereröffnung. Doch nicht alles ist beim Alten: Passagiere sollen künftig schon an der Schwelle des Airports kontrolliert werden.

Brüsseler Flughafen Zaventem
REUTERS

Brüsseler Flughafen Zaventem


Die Sicherheit am Brüsseler Flughafen soll nach den Terroranschlägen vom 22. März deutlich verstärkt werden. Passagiere und deren Gepäck sollen künftig schon an der Schwelle des Gebäudes kontrolliert werden. Darauf verständigten sich die Gewerkschaften der Flughafenpolizei und der engste Mitarbeiterstab des belgischen Innenministers Jan Jambon, wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete.

Die Gewerkschaften hatten die verstärkten Kontrollen gefordert und mit Streik gedroht. Der internationale Airport Zaventem wurde durch die Attentate beschädigt und ist immer noch für den Passagierverkehr geschlossen.

Die Wiedereröffnung sei "symbolisch und wirtschaftlich wichtig", sagte Premierminister Charles Michel nach Angaben seines Sprechers. Einen festen Termin für die Wiedereröffnung gibt es bisher nicht. Belga zitierte ungenannte Quellen, wonach der Flugbetrieb am Sonntag starten könnte.

Der Flughafen ist nach eigenen Angaben technisch für seine Wiedereröffnung für den Passagierverkehr bereit. Demnach könnten in einem Check-in-Bereich 800 Fluggäste pro Stunde abgefertigt werden.

Neben Flughafenpolizisten prangerten auch Gewerkschaften der Airport-Beschäftigten Sicherheitsprobleme an. "Die Behörden haben es versäumt, den Beschäftigten einen sicheren Arbeitsplatz zu bieten", hieß es in einem offenen Brief.

Nach einem unbestätigten Bericht der Tageszeitung "De Standaard" sollen bis zu 50 Sympathisanten der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) auf dem Flughafen beschäftigt sein.

kry/dpa



insgesamt 74 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
dreckfuhlerteufel 02.04.2016
1. Cui bono ?
Wenn sich dann draußen die Schlange bildet, geht die Bombe halt draußen hoch. Es geht dann genau so viele drauf. Das einzige, was dann geschont wird, ist das Flughafengebäude, zumindest die Decke. Die Glasscheiben gehen trotzdem putt. Die einzige wirksame Sicherheit ist die, zu jedem anderen Mitmenschen einen 10-Meter-Abstand einzuhalten. Den Terroristen geht's ja nur darum, mit 1 Bombe möglichst viele zu erwischen.
user_ohne_nick 02.04.2016
2. Längst auf allen Flughäfen fällig
Man kann über den Flughafen in Kathmandu/Nepal sagen, was man will - es ist der drittschlimmste der Welt (Quelle: Sleepingairports), aber dort ist es bereits längst übliche Praxis. Kein Zutritt ohne für den Abflugtag gültiges Ticket. Für niemandem. Selbst die Begleitpersonen müssen draußen bleiben. Das Höchste der Gefühle ist ein mit Glasscheibe abgetrennter Raum. Schon am Tag der Anschläge erwähnte ich bei Gesprächen diese Praxis. Natürlich ist auf dem Brüsseler Flughafen eine komplett andere und vor allem wesentlich komplexere Infrastruktur. Jedoch ist so eine Kontrolle sehr sinnvoll - am besten noch gepaart mit Metalldetektoren direkt im Eingangsbereich des Flughafens.
gweihir 02.04.2016
3. Wertlose Show...
Und damit ist dann auch klar, wo es naechstes Mal krachen wird. Oder nicht, denn die hoffen einfach darauf, dass ihre wertlosen "Massnahmen" nicht nochmal getestet werden. Eine freie Gesellschaft kann man nicht mit noch mehr staatlicher Restriktion und "Sicherhitsmassnahmen" schuetzen, man kann sie damit aber zerstoeren. Und dann haben die Terroristen gewonnen.
DeutscherimAusland 02.04.2016
4. Die Eingangskontrollen,...
am Flughafen sind u.a. in Moskau (u.a. Sheremetyevo) schon lange ueblich! Dort uebrigens auch an allen Eingaengen zu Metro-Stationen oder Shopping-malls! Und niemand fuehlt sich in seiner "persoenlichen" Freiheit eingeschraenkt!
eunegin 02.04.2016
5. sinnlose Änderung
Dann staut es sich eben woanders und das Ziel wird verlagert.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.