Papst-Sommerresidenz Vatikan ermöglicht Zugfahrten zum Castel Gandolfo

Papst Franziskus gibt sich gastfreundlich: Erstmals wird der Apostolische Palast in seiner Sommerresidenz für Besucher geöffnet. Die Anreise ist nun bequem per Zug möglich.

Garten in Castel Gandolfo: Ein päpstlicher Tagesausflug
REUTERS

Garten in Castel Gandolfo: Ein päpstlicher Tagesausflug


Römer und alle Besucher der Ewigen Stadt können von Samstag an mit einem Zug direkt vom Vatikan zur päpstlichen Sommerresidenz Castel Gandolfo rund 30 Kilometer südöstlich von Rom fahren. Dort dürfen sie sich dann erstmals den Apostolischen Palast (nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Gebäude in Rom), den Papst Franziskus zugänglich macht, von innen anschauen.

Der Zug fahre direkt am alten Vatikanischen Bahnhof im Inneren des Kirchenstaates ab, teilte die Italienische Eisenbahn mit. Die Bahn soll künftig jeden Samstag verkehren.

Am Freitag fuhr - von einer historischen Dampflok gezogen - bereits ein Sonderzug, an Bord war auch der Direktor der Vatikanischen Museen, Antonio Paolucci. "Die päpstlichen Villen, über Jahrhunderte der unzugängliche und geheime Sommerwohnsitz der Päpste Roms, sind vom 12. September an für das Publikum geöffnet, das dort im Zug ankommt, dem volkstümlichsten und demokratischsten aller Verkehrsmittel", sagte er. Dies sei ein Fakt, der die neue Politik von Papst Franziskus verdeutliche. "Ein Papst, der auf seine Sommerresidenz verzichtet hat, um sie für die Leute zu öffnen. Wenn das kein Zeichen der Zeiten ist!", sagte Paolucci.

sto/dpa



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