Gastronomie auf den Balearen Auf Mallorca fällt die Maske – und die 3G-Regel

Ob für den Café con leche oder die Paella im Restaurant – auf Mallorca darf wieder ohne 3G-Nachweis genossen werden. Auch Masken müssen im Freien nicht mehr getragen werden.
Maske im Freien? Seit Donnerstag ist das in Spanien nicht mehr nötig

Maske im Freien? Seit Donnerstag ist das in Spanien nicht mehr nötig

Foto:

Clara Margais / dpa

Auf Mallorca wie in ganz Spanien sind die Masken gefallen. Am Donnerstag endete die Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes im Freien, in öffentlichen Innenräumen und in Bussen und Bahnen gilt sie allerdings weiter. Auf den Balearen wird am Samstag zudem die 3G-Regel – geimpft, genesen, getestet – beim Besuch von Restaurants, Cafés, Bars und Fitnessstudios aufgehoben, wie die »Mallorca Zeitung« unter Berufung auf die Regionalregierung der Inselgruppe berichtete.

»In den vergangenen zwei Wochen haben wir in fast allen Indikatoren einen Rückgang von 40 Prozent festgestellt, etwa bei den Hospitalisierungen und der Positivrate der Tests«, sagte die balearische Gesundheitsministerin Patricia Gómez laut der Zeitung bei einer Pressekonferenz. Sie habe dennoch davor gewarnt, die Pandemie nun für beendet zu erklären, und zum Boostern aufgerufen.

Die Kontrolle des 3G-Nachweises hatte vor allem der Gastronomie Schwierigkeiten bereitet, gerade in kleineren Betrieben gab es zu wenig Personal dafür. Ursprünglich sollte das Zertifikat bis Ende Februar nötig für ein Mahl oder den Kaffee in Restaurants und Bars sein.

Die Maskenpflicht galt in ganz Spanien seit Heiligabend, um die Menschen gegen Omikron zu schützen. Zuvor war sie schon mal zwischen Mitte Juli 2020 und Ende Juni 2021 angeordnet. Dennoch war die Sieben-Tage-Inzidenz auf dem Höhepunkt der von der Omikron-Variante ausgelösten sechsten Coronawelle bis auf mehr als 1600 Mitte Januar in Spanien gestiegen – auf Mallorca bis auf knapp 1300 –, die Pflicht war daher umstritten.

Wie auf den Balearen fallen in ganz Spanien die Zahlen der Neuinfektionen seit Wochen, die Sieben-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei rund 600. Auch die Belegung von Krankenhausbetten mit Coronapatienten sinkt. Das liegt auch an der hohen Impfquote in Spanien. 81 Prozent der Bevölkerung haben eine Grundimmunisierung, gut 48 Prozent haben einen Booster bekommen.

Mallorca-Flüge von TUI schon im Februar

Die Sehnsucht nach einem Urlaub auf der Lieblingsinsel der Deutschen wächst zurzeit wieder. Die Reisebuchungen ziehen nach Angaben von TUI wieder deutlich an – der größte Touristikkonzern beabsichtigt deshalb, den Beginn der Frühjahrssaison auf Mallorca schon im Februar einzuläuten. An diesem Freitag sollen die ersten Flüge aus Deutschland in Richtung der Balearen-Insel abheben, wie das Unternehmen ankündigte. Die Maschinen starten in Frankfurt, Düsseldorf und Hannover.

Der Anbieter hofft, dass nach zwei harten Jahren bis zum Sommer das Niveau vor der Coronakrise erreicht ist. »Die Sehnsucht nach Sonne und Meer stimuliert jetzt auch die kurzfristige Nachfrage für das Mittelmeer«, begründete der Chef von TUI Deutschland, Stefan Baumert, das Vorziehen der Flugverbindungen.

Im weiteren Verlauf der Saison sollen »erstmals seit Pandemiebeginn wieder alle Hotels auf den Balearen zur Verfügung stehen«. Manche Anlagen seien in der Zwischenzeit erweitert oder umgestaltet worden. Bis zur Hauptsaison soll das Hotelangebot von TUI auf Mallorca eine Summe von etwa 900 Häusern erreichen.

Konzernchef Fritz Joussen hatte auf der Hauptversammlung am Dienstag berichtet, dass Urlaubsbuchungen in Deutschland insgesamt noch gut ein Fünftel unter dem Wert für den Sommer 2019 lägen. Betrachte man allein Pauschalangebote, gebe es jedoch bereits mehr Nachfrage als vor drei Jahren: »Wir holen auf.«

abl/dpa