Die zehn gruseligsten Schlösser Englands Hier spukt's

Unerklärliche Schreie und Luftzüge: Englische Denkmalschützer offenbaren, welche Schlösser, Ruinen und Häuser sie am unheimlichsten finden - und greifen tief in die Klamottenkiste der Gruselstorys.

robertharding / imago

Schon immer waren Englands Schlösser und Burgen verknüpft mit Gänsehaut-Geschichten: Kopflose Ritter und längst verstorbene Nonnen sollen hier umgehen, so lauten die Legenden. Zu Halloween äußerst praktisch. Während Regisseure von Zombie-, Ghostbuster- und Kettensägenmassaker-Filmen aufwendige Kulissen basteln müssen, ist zwischen Bolsover und Dover Castle seit Jahrhunderten alles vorhanden, was Grusel verursacht - nur die Fantasie muss mitspielen.

Und um die anzukitzeln - und die zum Festtag des Gruselns angesetzten Feierlichkeiten anzupreisen -, greifen die englischen Denkmalschützer von English Heritage tief in die Klamottenkiste der Gespensterstorys. Denn: "Unsere Plätze sind durchtränkt von Geschichte, und ihre Vergangenheit ist nicht nur lieblich und hell, sondern bestimmt von blutigen Schlachten bis zu Verbrechen", verkündet Lucy Hutchings, regionale Leiterin der Behörde." Die Schlösser und Burgen können besonders in Halloween-Nächten furchterregend sein, und manche in unserem Team haben Dinge gesehen und gehört, die sie nicht leicht erklären konnten."

Die rund 1800 Mitarbeiter warfen ihre gesammelten Erlebnisse in den Wahrzeichen, für die sie zuständig sind, zusammen und heraus kam: eine Top-Ten-Liste der gruseligsten unter den rund 400 Schlössern und Häusern Englands. Von seltsamen Schreien und Türen, die plötzlich zuknallen, wird da berichtet - auch Menschen, die nicht an Übernatürliches glauben, könnte da nachts in den Gemäuern ein Schauer über den Rücken laufen.

In der Fotostrecke finden Sie das vollständige Grusel-Ranking der Denkmalschützer:

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Spukschlösser in England: Gruselnächte und Gänsehaut

Der erste Platz des diesjährigen Rankings geht an das Bolsover Castle in Mittelengland. Seitdem das Schloss einst auf einem alten Friedhof errichtet worden ist, wird es angeblich von Geistern heimgesucht. Eine Mitarbeiterin erzählte, dass sie dort einmal einen Schrei vernahm, der immer lauter wurde, je weiter sie sich von der Burg entfernte. Als sie daraufhin zurückeilte, fand sie die Burg wider Erwarten verlassen vor. Auch Wachmänner haben was zum Gruselgefühl beizutragen: Unerklärliche Lichterscheinungen hätten sie beobachtet oder sogar den Geist eines kleinen Jungen, der die Hände unwissender Schlossbesucher hielt.

Wie gut kennen Sie sich mit Untoten und Wiedergängern aus?

Auch vom Carisbrooke Castle auf der Isle of Wight in Südengland erzählt man Schauriges: Dort treibt neben einem jungen Mädchens mit blassem Gesicht, das auf unglückliche Weise in einem Brunnen ertrunken war, angeblich auch eine gewisse "Graue Dame" ihr Unwesen. Begleitet von vier Hunden soll die Frau mit dem langen Umhang ihre Runden durch das Schloss drehen.

Im Ranking des Denkmalschutzamtes findet sich auch das Pendennis Castle. Dort meint so mancher Schreie jenes Küchenmädchens gehört zu haben, das im 17. Jahrhundert bei einer Belagerung der Burg in den Tod stürzte. Bram Stoker, der Autor von "Dracula", ließ sich von den Ruinen der Whitby Abbey in Nordengland zu seinen Geschichten inspirieren. Dort soll es unerklärliche Luftzüge geben und Besucher berichten, Schulterklopfen zu spüren, obwohl niemand zu sehen ist.

abl



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