Doppeltaufe bei Costa Kreuzfahrten Im Zeichen der Musik

Zum ersten Mal werden zwei Kreuzfahrtschiffe auf einmal getauft: Am Freitagabend zerschellen in Genua Champagnerflaschen an der "Pacifica" und der "Luminosa". Die Gäste der weißen Riesen können das erste Tonstudio an Bord nutzen, Spielfilme an Deck genießen und sich in Karaoke messen.


Genua - Zwillingstaufe bei Costa Kreuzfahrten: In Genua wird am Wochenende die Namensgebungszeremonie für die neuen Schiffe "Costa Luminosa" und "Costa Pacifica" gefeiert. Am späten Freitagabend werden die Taufpaten zeitgleich zwei Champagnerflaschen am jeweiligen Schiffsbug zerschellen lassen.

Die "Costa Pacifica" wird von der israelischen Sängerin Noa getauft, die "Costa Luminosa" von der italienischen Fecht-Olympiasiegerin Valentina Vezzali. Nach Angaben der Reederei ist das Event die erste Doppeltaufe von zwei Kreuzfahrtschiffen weltweit. An dem Fest am Ponte Andrea Doria nehmen 4000 geladene Gäste aus aller Welt teil.

Mit den zusammen 900 Millionen Euro teuren Neuzugängen steigt die Zahl der Schiffe des Unternehmens auf 14. Costa hat bis zum Jahr 2012 insgesamt fünf Neubauten in Auftrag gegeben - das sei derzeit das größten Flotten-Investitionsprogramm weltweit, so die Reederei. Costa legt dabei Wert auf "Made in Italy": Alle Schiffe werden bei der italienischen Reederei Fincantieri gebaut. Nach ihrer Indienststellung werden sie zudem unter der Flagge Italiens fahren.

Zwillinge müssen sich nicht zwangsläufig ähneln wie ein Ei dem anderen, und das ist auch bei Costa so: Die "Luminosa" ist 92.600 Tonnen groß und hat Platz für 2826 Gäste. Sie ist das erste einer neuen Generation von Kreuzfahrtschiffen und damit das neue Flaggschiff von Costa. Die "Luminosa" sei "das exklusivste und innovativste" Flottenmitglied, so die Reederei, zugeschnitten auf eine anspruchsvolle Klientel. Die "Costa Pacifica" ist mit 114.500 Tonnen und Platz für 3780 Gäste deutlich größer und eine Schwester der aktuellen Flaggschiffe "Costa Serena" und "Costa Concordia".

Erstes Tonstudio an Bord

Und was macht die neuen Schiffe besonders? Auf der "Pacifica" soll es musikalisch zugehen: Das Schiff hat einen eigenen Soundtrack mit 29 teilweise neu komponierten Liedern. Die Musik hat ebenfalls das Design und die Ausstattung geprägt. Aber die Passagiere können auch aktiv Lieder singen und aufnehmen: im weltweit ersten Tonstudio an Bord. Die "Luminosa" hat dagegen Licht und Design als Thema und fällt durch ihren avantgardistischen Auftritt auf. Es wurden edle Hölzer verarbeitet, Marmor, Perlmutt und Murano-Glas.

Beide Schiffe haben ein großes Sport- und Spa-Angebot: Die "Pacifica" besitzt vier Außenpools, die bei schlechtem Wetter mit einem Glasdach verschlossen werden können, die "Luminosa" eigene Bahnen für Jogger und Rollschuhfahrer sowie einen Golf-Simulator mit Putting Green. Die Spa-Bereiche mit Massage-Räumen, Kosmetikkabinen, Dampfbädern und Saunen sind auf beiden Schiffen ausgedehnt. Die "Luminosa" bietet auf 3500 Quadratmetern Entspannung in fernöstlicher Atmosphäre, die "Pacifica" auf 6000 Quadratmetern. Auf beiden Schiffen gibt es von einigen Kabinen und Suiten aus direkte Zugänge zum Spa-Bereich.

Kinder und Teenager können sich das Essen auf die Kabine bringen lassen, wenn ihnen nicht nach einem Dinner mit Mami und Papi ist. Es gibt außerdem eine große Leinwand unter freiem Himmel, auf der Musikvideos und Spielfilme gezeigt werden sollen. Die Bühne soll aber auch Plattform für Karaoke-Wettbewerbe sein.

"Pacifica" gen Süden, "Luminosa" gen Norden

Die neue Schiffe von Costa werden in den kommenden Monaten in sehr verschiedenen Gewässer fahren: Die "Pacifica" unternimmt von Savona aus bis November einwöchige Kreuzfahrten durch das westliche Mittelmeer mit den Zielen Barcelona, Mallorca, Tunis, Malta, Palermo und dem römischen Hafen Civitavecchia. Die "Luminosa" geht nach Nordeuropa: Für das Flaggschiff stehen 11- bis 14-tägige Reisen zu den Metropolen des Baltikums und zum Nordkap auf dem Programm.

Costa Kreuzfahrten ist das führende Kreuzfahrtunternehmen in Europa. Seit 60 Jahren bietet es Schiffsreisen rund um die Welt an. Angesteuert werden weltweit 250 Ziele an, vom Nordland bis Fernost.

Von Hilke Segbers, dpa



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