Flughäfen EU-Parlament streicht Sicherheitschecks beim Umsteigen

Das EU-Parlament hat die Sicherheitsbestimmungen an Flughäfen gelockert. Künftig sollen zusätzliche Checks beim Umsteigen entfallen. Das Mitnehmen von Flüssigkeiten im Handgepäck ist allerdings weiterhin tabu.


Straßburg - Weniger Sicherheitschecks, strenge Regeln für die Auswahl von Sky Marshals: Die Mitglieder des EU-Parlaments haben sich heute auf eine neue Verordnung für Flugsicherheit geeinigt. Allerdings dürfen Flüssigkeiten auch künftig nicht ohne weiteres im Handgepäck mitreisen.

Sicherheitscheck beim Handgepäck: In der EU soll es künftig nur noch eine Kontrolle geben.
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Sicherheitscheck beim Handgepäck: In der EU soll es künftig nur noch eine Kontrolle geben.

Das EU-Parlament entschied heute, dass es innerhalb der EU nur noch eine Sicherheitskontrolle gibt. Damit müssen Passagiere beim Umsteigen nicht einen neuen Check über sich ergehen lassen. Entsprechende Vereinbarungen soll die EU-Kommission auch mit "sicheren Drittstaaten" vereinbaren, deren Standards denen der EU entsprechen.

Durch das Prinzip der "One-Stop-Security" soll beispielsweise verhindert werden, dass Getränke oder Parfums, die ein Passagier beim Abflug in New York gekauft hat, beim Umsteigen am Frankfurter Flughafen konfisziert werden.

Dies werde Passagiere und Flughäfen entlasten und Kosten senken, erläuterte der CDU-Abgeordnete Georg Jarzembowski. Das umstrittene Flüssigkeitsverbot im Handgepäck bleibe zwar vorerst gültig, solle aber "überprüft" werden. Die EU-Kommission soll nach dem Wunsch der Parlamentarier bis zum Sommer einen neuen Vorschlag zu dem Thema vorlegen, das bei Fluggästen vielfach Unmut und Frust auslöst.

Die neue Verordnung zur Flugsicherheit sieht auch strikte Auswahlkriterien für sogenannte Sky Marshals vor, die zur Abwehr von Terroranschlägen in Flugzeugen eingesetzt werden können. Demnach müssen sie Beamte sein, die eine Spezialausbildung absolviert haben. Private Sicherheitsdienste dürfen für diese Aufgabe nicht eingesetzt werden. Außerdem müssen sowohl die Abflugs- als auch die Ankunftsländer dem Mitflug von Sky Marshals zustimmen.

reh/AFP/dpa



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