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Grenzüberschreitend: Trekkingroute im Elbsandsteingebirge

Foto: Sachsenforst / Uwe Borrmeister

Forststeig Elbsandstein Sächsische Schweiz eröffnet Trekkingroute nach Tschechien

Anspruchsvoll und abseits der Top-Ausflugsziele: Ab Ende April wird ein neuer, 100 Kilometer langer Weitwanderweg durch die Sächsische und Böhmische Schweiz führen - über zwölf Tafelberge.

Schroffe Felsen, mächtige Tafelberge, weite Ausblicke: Im Elbsandsteingebirge eröffnet am 28. April die erste grenzüberschreitende Trekkingroute. Der Weitwanderweg führt auf einer Strecke von 100 Kilometern durch die Sächsische und Böhmische Schweiz, wie der Tourismusverband Sächsische Schweiz mitteilt.

Der Forststeig Elbsandstein  erstreckt sich vom Landschaftsschutzgebiet bei Schöna an der Elbe über Ostrov auf tschechischer Seite bis zur Kurstadt Bad Schandau. Er ist ein gemeinsames Projekt von Lesy Ceské republiky - der Forstverwaltung auf tschechischer Seite - und der Forstverwaltung Sachsenforst.

Die Trekkingtour führt über zwölf Tafelberge und 17 Aussichtspunkte - darunter Großer Zschirnstein, Hoher Schneeberg, Gohrisch und Papststein. Sie ist laut Tourismusverband nur für geübte, trittsichere Wanderer zu empfehlen. Auf der Strecke liegen fünf einfache Hütten und drei Biwakplätze zum Campen. Wer dort übernachten will, braucht ein Trekkingticket von Sachsenforst. Komfortablere Unterkünfte können über kleine Abstecher erreicht werden. Begehbar ist die Route von April bis Oktober.

"Ganz bewusst führt sie nicht zu den Top-Ausflugszielen der Region, wie der Bastei im Nationalpark Sächsische Schweiz oder dem Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz", heißt es. Fernab von Zivilisation und Luxus könnten Wanderer hier unberührte Landschaft und heilsame Stille erfahren. Inspiriert worden seien die Forstverwaltungen durch skandinavische und neuseeländische Vorbilder.

Auf deutscher Seite ist vor zwölf Jahren bereits der 112 Kilometer lange Rundwanderweg Malerweg als erster Fernwanderweg in der Region ausgeschildert worden. Von Pirna-Liebthal führt er über die Bastei und Burg Hohenstein über Schmilka und Burg Königstein wieder nach Pirna.

abl/dpa