Grenzübergang geöffnet Zypern ermöglicht Shoppingtour in beiden Teilen Nikosias

Zypern-Besucher können nun ihren Nikosia-Stadtbummel auf beide Teile der Stadt ausdehnen. In der Altstadt wurde der zentrale Grenzübergang für Fußgänger freigegeben. Die Visumspflicht auf der Mittelmeerinsel bleibt jedoch bestehen.


Frankfurt am Main - Mehr als vier Jahrzehnte lang beendeten die Grenzanlagen an der Ledras-Straße den Einkaufsbummel in der Altstadt von Nikosia. Seit dem heutigen Donnerstag ist der Übergang geöffnet, Urlauber können ihre Shoppingtour in den jeweils anderen Teil fortsetzen. "Das ist bislang der zentralste Übergang auf der Insel", sagt Andreas Sakkas, Direktor der Fremdenverkehrszentrale Zyperns in Frankfurt.

Touristen fotografieren die neue Attraktion: Die Ledras-Straße ist nun geöffnet
AFP

Touristen fotografieren die neue Attraktion: Die Ledras-Straße ist nun geöffnet

Der Übergang in der belebten Einkaufsstraße galt als Symbol für die Teilung der Insel in einen griechischen und einen türkischen Teil und wurde noch bis vor einem Jahr durch eine Mauer markiert.

Visum bleibt Pflicht

"Urlauber müssen aber weiter wie bisher die Einreisebestimmungen der beiden Inselteile beachten. Daran ändert sich nichts", erklärte Michalis Koumides von der Botschaft der Republik Zypern in Berlin. Für EU-Bürger genügt bei der Einreise in den Süden der Insel ein Ausweis oder Reisepass, wenn die Aufenthaltsdauer nicht länger als drei Monate beträgt. Sie müssen sich zusätzlich ein Visum an einem Grenzübergang besorgen, wenn sie in den türkischen Norden der Insel reisen wollen. Das Visum, das unter Angabe des Namens und der Ausweisnummer beantragt werden muss, wird bei der Rückreise in den Süden wieder abgegeben.

Keine Direktflüge in den Norden

Direktflüge aus Deutschland etwa nach Ercan im Nordteil der Insel dürften Urlauber weiterhin vergeblich suchen. Bislang ist die Einreise ohne einen Umweg über den Südteil der Insel nur mit einem Zwischenstopp in der Türkei möglich. "Ob und wann sich das einmal ändert, ist noch nicht abzusehen", sagt Sakkas.

Innerhalb weniger Stunden nutzten mehrere hundert Menschen von beiden Seiten die neue Möglichkeit, in den jeweils anderen Teil der Altstadt mit ihren malerischen alten Gassen zu gelangen.

reh/dpa/AFP/AP



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