Wohnsitzwechsel Grönland will den Weihnachtsmann nicht mehr

Grönland will nicht mehr als Wohnort des dänischen Weihnachtsmanns gelten. Nicht gut fürs Image, sagen die Touristiker. Der Sitz des Christkinds aber steht fest: Österreich.

Weihnachten in Grönland
Mads Pihl/Visit Greenland A/S /dpa

Weihnachten in Grönland


Woher kommt der Weihnachtsmann? Vom Nordpol, aus Russland oder der Türkei? Oder aus Grönland? Dänische Kinder jedenfalls schicken ihre Weihnachtswünsche seit vielen Jahren auf die Insel im Atlantik . Doch diese Tradition könnte sich ändern, wenn es nach der Chefin der Tourismusagentur Grönlands geht, wie der dänische Sender DR berichtete.

In vielen anderen Ländern werde der Weihnachtsmann eher mit Finnland in Verbindung gebracht, sagte Lykke Geisler Yakaboylu. "Wir können nicht mit dem Zirkus der Finnen mithalten", fügte sie hinzu. Außerdem wolle Grönland lieber als Ziel für Abenteuerurlaub, Hundeschlittenfahrten und das Polarlicht bekannt sein.

Versuche, Grönland als Heimat des Weihnachtsmannes zu vermarkten, seien finanziell nicht erfolgreich gewesen. Ganz aufgeben wolle sie den berühmten Einwohner Grönlands aber nicht: "Wenn wir gefragt werden, sagen wir aber trotzdem, er kommt aus Grönland."

Der finnischen Tradition zufolge kommt der Weihnachtsmann von dem entlegenen Berg Korvatunturi. Oft soll man ihn aber im Weihnachtsdorf bei Rovaniemi am Polarkreis antreffen, wo Santa Claus in Restaurants, Läden und mit Attraktionen wie Rentier-Schlittenfahrten vermarktet wird.

Weihnachtspostamt in Christkindl

Das Christkind dagegen wohnt nach Ansicht von Kindern in aller Welt im österreichischen Christkindl. Das Weihnachtspostamt liegt im gleichnamigen Stadtteil von Steyr. Auch in diesem Jahr ist es wieder Ziel Hunderttausender Weihnachtsgrüße und Wunschzettel.

Bis zu zwei Millionen Briefe werden in der Adventszeit in der weihnachtlichen Postfiliale mit besonderen Stempeln und Sondermarken versehen, wie Eva Pötzl vom örtlichen Tourismusbüro sagte. Wer seinem Gruß einen frankierten Rückumschlag beilegt, erhält auch eine Antwort. Die Briefe können auch direkt in der weihnachtlich geschmückten Filiale abgegeben werden.

Er wolle seinen Freunden und Bekannten etwas "sehr Persönliches" schenken, sagte der Rentner Gerhard Eismayr, der seine Weihnachtskarten in Christkindl abstempeln lässt. Das Weihnachtspostamt in dem Wallfahrtsort öffnete erstmals 1950 seine Pforten. Es ist jährlich vom 1. Dezember bis zum 6. Januar geöffnet. Auch in Deutschland gibt es einige Weihnachtspostämter.

abl/dpa/AFP



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