Fotowettbewerb zu historischen Stätten Ausgezeichnete Ruinen

Kraftwerke, Piers und Brücken sind Zeugen britischer Geschichte – und beliebte Sehenswürdigkeiten. Im Wettbewerb der »Historic Photographer of the Year« wurden die besten Fotos gekürt.
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Eiserne Schönheit: Steve Liddiard fotografierte den Whiteford-Leuchtturm auf der walisischen Gower-Halbinsel – und wurde damit der Gewinner des britischen Wettbewerbs »Historic Photographer of the Year Awards« . Gewürdigt werden sollen mit den Auszeichnungen kulturelle und historische Stätten auf der ganzen Welt, »von den berühmtesten nationalen Schätzen bis hin zu den versteckten Juwelen« – hier sind die besten Beiträge zu britischen Orten. Der Gusseisenturm wurde Mitte des 19. Jahrhunderts gebaut, um die Untiefen des Loughor-Flusses zu markieren. Erhalten ist lediglich das Stahlgerüst.

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Über dem Nebelfluss: »Ich gehe regelmäßig mit meinem Hund bei Sonnenaufgang in Bristol spazieren«, schreibt Sam Binding über sein Foto der Clifton-Hängebrücke. »Kurz vor Sonnenaufgang war es besonders schön. Die Brücke ist das Tor zur Stadt, und der Nebel verleiht der ohnehin schon atemberaubenden Szene eine magische Qualität.« Der Fotograf gewann damit die Auszeichnung in der Kategorie »Historic England«.

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Sternenhimmel über Ruinen: Sam Binding gelang auch das Foto der Kirche auf dem Burrow Mump in Somerset. »In dieser besonderen Nacht war es super klar (und ruhig) und perfekt für Astrofotografie – man kann Jupiter durch den Torbogen an der Seite scheinen sehen«, schreibt er.

Foto: Sam Binding
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Frostiger Wintermorgen: Bekannter als Burrow Mump ist der Glastonbury Tor in der Nähe. Auch hier steht die Ruine einer dem Erzengel Michael geweihten Kirche. Adam Burton nahm den St. Michael’s Tower aus der Luft auf. Die eingereichten Fotos »verdeutlichen sowohl das immense Erbe, das uns umgibt, als auch die oft prekäre und zerbrechliche Natur einiger unserer wertvollsten Orte von kulturellem Wert«, kommentierte einer der Juroren die Beiträge für den Wettbewerb.

Foto: Adam Burton
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Dampfschiff voraus: Die 1935 erbaute »MV Western Belle« kreuzt über den See Ullswater in der nordwestlichen Grafschaft Cumbria. Andrew McCaren fotografierte sie an einem windstillen Tag. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Passagierschiff als Fähre zwischen Plymouth und Millbrook eingesetzt und brachte während Bombennächten Menschen aus der Stadt aufs Land. Seit Herbst 2010 ist es auf dem See bei Glenridding im Einsatz.

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Schiffe auf Grund: Mit dem Foto der »Wastdale H« und der »Arkendale H« gewann Iain McCallum in der Kategorie »Where History Happened«. Im Oktober 1960 stießen die beiden Frachter im Fluss Severn zusammen, gerieten außer Kontrolle und prallten gegen die Eisenbahnbrücke. Fünf Männer starben dabei. Die Wracks in der Nähe von Purton in Gloucestershire sind nur bei Ebbe sichtbar. »Dieses Bild wurde mit meiner Drohne aufgenommen«, schreibt der Fotograf.

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Ohne Bänke und Altäre: Christopher Robin Marsham erwischte den Moment, als die Kathedrale von Wells in Somerset so leer war wie zu der Zeit ihrer Erbauung. Das frühe gotische Bauwerk entstand zwischen 1176 und 1450 und ersetzte eine Kirche, die seit 705 an dieser Stelle stand.

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Moderne Kathedrale: Pete Edmunds nahm die Baustelle der Battersea Power Station in London an einem Samstag im März 2019 auf, damals waren keine Arbeiter anwesend. »Was mich dazu inspirierte, diese sich rasch verändernde Stadtlandschaft zu fotografieren, sind die Kräne«, sagt der Fotograf. Am Wochenende schlafen sie, »aber sie scheinen die Herrschaft zu übernehmen – wie in einer Art Science-Fiction.« Das ehemalige Kohlekraftwerk soll zu einem neuen Stadtviertel umgebaut werden.

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Versteckt im Laub: Das Viadukt Twenty Bridges überspannt den Fluss Douglas. Versteckt in einem Tal, sei das viktorianische Bauwerk leicht zu übersehen, schreibt dazu der Fotograf Paul Harris. »Als ich nach Hause kam und meine Aufnahmen ansah, hatte ich das Gefühl, dass etwas fehlte. Also ging ich zurück und fügte mich selbst in das Foto ein, um einen Maßstab zu schaffen.«

Foto: Paul Harris
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Turmwächter: Die Zwillingstürme der Kirche von Reculver aus dem Mittelalter ragen am Ufer der Herne Bay an der Küste von Kent auf. Michael Marsh gelang es, die dramatische Wolkenstimmung an den Ruinen einzufangen. Gleich daneben befinden sich die Überreste eines frühen römischen Kastells.

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Wie eine Filmkulisse: David Oxtaby war in der Yorker Straße The Shambles, als sie verlassen und weihnachtlich geschmückt war. Entstanden im 14. Jahrhundert, war sie einst die Gasse der Schlachter – shambles ist ein alter Name für Schlachthaus oder Fleischmarkt. Gerüchte besagen, dass sie das Vorbild für die Diagon Alley der »Harry Potter«-Serie gewesen sei – Autorin J.K. Rowling bestreitet das. Einige Zauber-Shops haben dennoch eröffnet.

Foto: David Oxtaby
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Londons Brücken-Ikone: »Bei Ebbe offenbart die Themse mittelalterliche Strukturen, die unter der Tower Bridge verborgen sind«, schreibt Fotograf Robert James zu seinem Foto. Er musste den Zeitpunkt der Aufnahme daher auf die Gezeiten abstimmen, um sie von einem niedrigen Winkel aufzunehmen. Die Brücke in der Nähe des Tower of London wurde zwischen 1886 und 1894 erbaut, ist 240 Meter lang, ihre Türme sind 65 Meter hoch.

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Morgen-Shot: Die Ruinen des Corfe Castle aus dem 11. Jahrhundert ragen über das gleichnamige Dorf auf der Halbinsel Purbeck in Dorset auf. Sam Binding gelangte mit dem Foto auf die Shortlist des Wettbewerbs. »Auf einen nebligen Morgen folgte ein wunderschöner Sonnenuntergang. Ich habe ein schnelles Foto auf der Hauptstraße gemacht, das zeigt, wie imposant die Ruinen der Burg im Hintergrund sind.« Während des Englischen Bürgerkriegs Mitte des 17. Jahrhunderts wurde sie auf Befehl des Parlaments geschleift.

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Hochbeinig: In die Flussmündung des Severn ragt der 1869 eröffnete Clevedon Pier, an dem rund hundert Jahre lang Raddampfer festmachten. Bei einer Belastungsprüfung im Jahr 1970 stürzten zwei der Bögen ein, Spenden verhinderten jedoch einen Abriss des Stegs. »Dieser Pier liegt uns sehr am Herzen, da meine Mutter dort im Jahr 2020 die Sterbesakramente erhielt«, schreibt Fotograf Harishkumar Shah zu dem Motiv bei Clevedon in Somerset.

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Moderne Ruine: Der letzte Gasturm von Reading soll abgerissen werden, um Platz für Wohnungen zu schaffen. »Ich nenne sie die majestätische Krone von Reading«, sagt Leslee. »Ich habe alles in meiner Macht Stehende getan, um es zu retten, und konnte zweimal erreichen, dass der Abriss verschoben wurde.« Die einst fünf Türme galten vielen Einwohnern als Wahrzeichen.

Foto: Leslee
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Elegante Überbrückung: Die Forth Bridge überspannt die Firth of Forth in der Nähe von Edinburgh und gilt als Symbol Schottlands. 1890 eröffnet, wurde die 2467 Meter lange Eisenbahnbrücke 2015 zum Unesco-Welterbe erklärt. John Cuthbert hat sie aus einer ungewohnten Perspektive fotografiert.

Foto: JCstudios

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