Kostendruck Air Berlin verleiht Piloten an Konkurrenz

Air Berlin will im Zuge des Sparkurses Piloten an andere Fluggesellschaften ausleihen. Rund 50 sollen zunächst für die Konkurrenz arbeiten, bleiben aber bei Air Berlin angestellt.


Berlin - Die Fluggesellschaft Air Berlin verleiht einige ihrer Piloten an die Konkurrenz. Rund 50 Co-Piloten seien bereits an andere Fluggesellschaften ausgeliehen worden oder befänden sich im Gespräch darüber, sagte ein Sprecher am Mittwoch. Er bestätigte damit eine Meldung der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung".

Air-Berlin-Flieger auf dem Flughafen München: Piloten sollen kurzfristig bei anderen Fluggesellschaften arbeiten
DDP

Air-Berlin-Flieger auf dem Flughafen München: Piloten sollen kurzfristig bei anderen Fluggesellschaften arbeiten

Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft will ab dem kommenden Winter ihr Streckennetz ausdünnen, um Kosten zu senken. Zum 1. November sollen 14 Kurz- und Mittelstreckenmaschinen ausgemustert werden.

Um Kündigungen zu vermeiden, kommen einige Piloten nun bei Wettbewerbern unter. Sie bleiben aber bei Air Berlin angestellt. "Das ist in der Branche keine Seltenheit", sagte der Sprecher. So werden nach Unternehmensangaben pro Jahr etwa vier Millionen Euro an Gehaltszahlungen gespart.

Rund ein Dutzend Piloten seien bereits beim Ferienflieger Condor untergekommen. Weitere 16 sollen im Herbst zum Dortmunder Kooperationspartner LG Walter wechseln. 19 Co-Piloten befänden sich im Gespräch mit der Lufthansa-Regionalflugtochter CityLine. Zudem gebe es Anfragen von weiteren Airlines wie etwa der Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss, hieß es. Insgesamt arbeiten 1436 Piloten für die Airline.

son/dpa/Reuters



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