Lange Kunstnacht Schlaflos in Paris

Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da. Eine internationale Künstlerschar hat das gerade bewiesen und in Paris die "Nuit Blanche" gestaltet. Die gigantische Discokugel, das extrem hügelige Fußballfeld, Rotlicht, Blaulicht, Zwielicht - eine Foto-Rundreise durch die Weiße Nacht.

REUTERS

Wer in Paris in der Nacht zum Sonntag früh ins Bett ging, hat etwas verpasst - nämlich ein Kunstereignis, das rund eineinhalb Million Besucher auf die Beine brachte. Sie staunten über die teils spektakulären Installationen der "Nuit Blanche".

So stand nach Mitternacht noch immer eine lange Schlange vor dem Jardin du Luxembourg, wo eine riesige Spiegelkugel des kanadischen Künstlers Michel de Broin an einem 40 Meter hohen Kran überraschende Lichteffekte produzierte. Zu den Höhepunkten zählten viele weitere Installationen sowie ein hügeliges Fußballfeld, das die Künstlerin Pricilla Monge zu einer echten Herausforderung für alle Freizeitfußballer machte. Mehrere Metrolinien fuhren ausnahmsweise die ganze Nacht hindurch.

Es war bereits die achte "Nuit Blanche", die der Pariser Bürgermeister Bertrand Delanoë 2002 eingeführt hatte. Als "Weiße Nächte" werden sonst oft Mittsommernächte bezeichnet, in denen es lange hell bleibt und früh wieder hell wird. Der Ausdruck steht aber auch für Nächte, in denen man durchfeiert - oder die man, wie in Paris, ganz der Kunst widmet.

jol



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