London-Geheimtipps Schnäppchen in der Teuer-Metropole

TMN

2. Teil: Kostenlose Konzerte, günstige Theaterstücke - mehr Spartipps für London


Kostenlose Open-Air-Konzerte: Die gibt es im Sommer auf dem Trafalgar Square. Berühmt sind auch die Sommer-Konzerte auf Hampstead Heath am Kenwood House. Die kosten zwar einiges, aber man kann sich auch einfach gleich neben die Absperrung auf eine Picknickdecke setzen. Da hört man genauso gut, und es ist umsonst.

Britisches Flair zum Nulltarif gibt es im Old Bailey, dem historischen Strafgerichtshof, der schon in den Romanen von Charles Dickens mitspielt. Alles sieht dort heute noch genauso aus wie damals einschließlich der gepuderten Richterperücken, die man unter anderem aus "Ein Fisch namens Wanda" mit John Cleese kennt. Einfach reingehen und in irgendeinen beliebigen Prozess reinsetzen. Worum es geht, steht auf einer Tafel. Nur Fotoapparate und Taschen darf man nicht mitnehmen, und es gibt auch keine Schließfächer.

Für fünf Pfund zu Shakespeare: Im Globe Theatre am Südufer der Themse können Besucher Shakespeare-Stücke so erleben, wie sie zu seinen Lebzeiten aufgeführt wurden. Ziemlich locker ging es da zu: Die Zuschauer aßen zwischendurch Obst und Nüsse und bewarfen damit auch schon mal den Bösewicht. Ein Stehplatz direkt vor der Bühne kostet nur fünf Pfund (sechs Euro) und bringt sowieso viel mehr Spaß als ein Sitzplatz.

Reduziert einkaufen kann man in fast jedem englischen Supermarkt. Im Kühlregal stehen unter "Reduced" die Lebensmittel, die in ein bis zwei Tagen ablaufen. Die Imbissstände auf Camden Market gehen eine Stunde vor Marktschluss mit den Preisen runter.

Touristenfallen meiden: Dazu gehören das überfüllte und überteuerte Madame Tussauds, die Geisterbahn London Dungeon und der Londoner Zoo, der von jedem deutschen Provinz-Zoo übertroffen wird. Wenn die Kinder unbedingt Tiere sehen wollen und die Erwachsenen ein Stückchen Natur, dann sollte man Mudchute Park & Farm auf der Isle of Dogs ansteuern: einen richtigen Bauernhof mit Kühen, Schafen, Schweinen und Eseln direkt vor der Hochhauskulisse von Canary Wharf. Der Eintritt ist frei. Dafür können auch die Besucher gegen 16 Uhr mithelfen, die etwa 200 Tiere in ihre Nachtquartiere zu lotsen.

Das Beste an London ist "for free": Zum Beispiel an einem schönen Frühlings- oder Sommertag durch den Hyde Park bummeln. Überall gibt es dann Sportler, Akrobaten, Musiker, Zeitungsleser und Schauspieler, die gerade ihren Text lernen. So lebendig ist London.

Christoph Driessen, dpa



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