Neues Luftstraßennetz Ab auf die Autobahn

Ein neues Luftstraßennetz wird über Deutschland gespannt: Schneller und pünktlicher soll der Flugverkehr damit werden. In den ersten Tagen aber darf mit Verspätungen gerechnet werden.


Nicht drängeln: Ab Mittwoch fliegen Piloten auf der Autobahn der Lüfte
AP

Nicht drängeln: Ab Mittwoch fliegen Piloten auf der Autobahn der Lüfte

Offenbach - In der Nacht vom 18. auf dem 19. April wird ein neues Luftstraßennetz in Betrieb genommen. Folge sind aller Wahrscheinlichkeit nach in der Anfangsphase Verspätungen im Luftverkehr, so die Deutsche Flugsicherung (DFS) in Offenbach. Passagiere sollten sich vor Abflug mit ihrer Fluggesellschaft in Verbindung setzen um sich über die aktuelle Situation zu informieren.

Die Veränderung geht darauf zurück, dass die Verkehrsminister der europäischen Staaten 1993 beschlossen hatten, den europäischen Luftraum neu zu strukturieren, um die Kapazität im Luftraum und auch die Pünktlichkeit zu erhöhen. Es handele sich dabei um das größte Projekt in der Geschichte der Flugsicherung. Die Verspätungen in der Anfangsphase hängen laut DFS damit zusammen, dass sich die Piloten und Fluglotsen an das neue System gewöhnen müssen. Der Flugverkehr muss daher in der Anfangsphase aus Sicherheitsgründen eingeschränkt werden.

Grund für die Umstellung sei das stark gestiegene Flugverkehrsaufkommen, sagte DFS-Sprecherin Ute Otterbein. Die Flüge am deutschen Himmel sind im Jahr 2000 um 5,1 Prozent auf gut 2,6 Millionen angestiegen. Die Deutsche Flugsicherung rechnet bis 2020 mit einer Verdoppelung. Das neue System arbeitet mit Satellitennavigation. Otterbein verglich das neue Flugnetz mit einer "Autobahnen in der Luft". Das Netz ist mit dem gesamten europäischen Flugraum abgestimmt.



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