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Skandinavien: Städtetrip auf Skiern

Foto: Carlos Grury Santos/ Getty Images

Per Straßenbahn zur Skipiste Die besten Städtetrips für Wintersportler

Wintersport und Städtereise - das kann man miteinander verbinden: Helsinki bietet fast 200 Loipenkilometer, Stockholm eine Bergstation samt beleuchteter Pisten. Und in Island kann man mit Meerblick Skifahren.
Von Christoph Schrahe

Wie wäre es mit Skiurlaub ohne Alpenkulisse, dafür mit urbanem Flair?

Die Hauptstädte Skandinaviens eignen sich bestens für die Kombination aus Wintersport und Citytrip. Wir zeigen Ihnen, was es jeweils im Zentrum von Helsinki, Oslo, Stockholm und Reykjavík zu sehen gibt - und wie kurz die Wege bis zur nächsten Piste sind.

Helsinki: Bis zu 200 Loipenkilometern in der Stadt

Die Finnen sind Menschen, die im Winter durch Löcher im Eis in bitterkaltes Wasser steigen. Für ein derart abgehärtetes Volk findet das Leben auch in der dunklen Jahreszeit wie selbstverständlich draußen statt. Das merkt man auch in den stets belebten Straßen Helsinkis.

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Skandinavien: Städtetrip auf Skiern

Foto: Carlos Grury Santos/ Getty Images

Die Top-Sehenswürdigkeiten:

  • Der Dom, das wohl bekannteste Bauwerk des Landes und zugleich eines der meistfotografierten Objekte Helsinkis, das Regierungspalais, die Universität und die Nationalbibliothek bilden rund um den Senatsplatz ein hübsch anzusehendes neoklassizistisches Ensemble.
  • Südlich davon liegt das Marktviertel mit seinen Designer-Shops, Restaurants und der Alten Markthalle (Wanha Kauppahalli) - der Anlaufstelle für Feinschmecker. Dort werden Speisen aus aller Welt angeboten, darunter auch lappländische Spezialitäten.
  • Im Winter gibt es in Helsinki zahlreiche Eislaufplätze. Eine 4,5 Kilometer lange Tourenstrecke für Schlittschuhläufer startet am Bootsanlager in Puotila. Eisschwimmen ist beim Kuusijärvi Freizeitzentrum in Vantaa möglich - danach ist auf jeden Fall ein Saunagang fällig.

Und wo geht's auf die Piste?

Durch Helsinki ziehen sich in schneereichen Wintern bis zu 200 Kilometer gespurte Loipen . Die schönsten finden sich im Park Keskuspuisto - und von dort aus führen sie in beinahe alle Himmelsrichtungen. Das alpine Skigebiet Serena Ski  liegt 25 Kilometer nördlich des Stadtzentrums.

Infos und Anfahrt: Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist man in einer Stunde im Skigebiet, via U-Bahn nach Leppävaara und Buslinie 21. Auf den kegelförmigen, künstlich erhöhten Hügel führen vier Schlepplifte. Die fünf beschneiten und beleuchteten Abfahrten kommen auf ganze 60 Höhenmeter. Dank seiner Funparks und einer Halfpipe ist Serena besonders bei Freestylern beliebt.

Direkt an der Talstation steht außerdem Skandinaviens größtes Spaßbad. Das ist immer bestens beheizt - falls einem die nordische Kälte doch mal zu viel wird.

Oslo: Skivergnügen am Holmenkollen

Funpark im Skigebiet Oslo Vinterpark

Funpark im Skigebiet Oslo Vinterpark

Foto: Terje Borud/ SRT

Bereits fünfmal war Norwegens Hauptstadt Austragungsort der Nordischen Skiweltmeisterschaften. Die Schanzenanlagen am Holmenkollen sind Wahrzeichen und zusammen mit dem Skimuseum eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Oslos. Zu entdecken gibt es aber noch mehr.

Die Top-Sehenswürdigkeiten:

  • Das Königliche Schloss ist von einem 22 Hektar großen Park umgeben, der auch im Winter zu Spaziergängen einlädt.
  • Von der Festung Akershus hat man einen schönen Ausblick über den Oslofjord.
  • Viel zu gucken haben Touristen im Szeneviertel Grünerløkka, vor allem in den kleinen, inhabergeführten Läden mit norwegischem Design, Kunsthandwerk, Büchern und Schallplatten.
  • Es gibt in der Gegend sogar eine Anlage für Jibber. Bei dieser Wintersportdisziplin üben Snowboarder - ähnlich wie Skateboarder - Tricks auf Geländern und Rampen.

Und wo geht's auf die Piste?

Das größte der sechs alpinen Skigebiete Oslos heißt Oslo Vinterpark . Es liegt am Holmenkollen und bietet 19 beleuchtete und beschneite Pisten. Die längste Abfahrt misst gut 1300 Meter. Auch Freestyler kommen gerne her, angelockt durch eine 172 Meter lange Superpipe.

Infos und Anfahrt: Die Lifte laufen während der Woche von 10 bis 22 Uhr, am Wochenende bis 17 Uhr. Vom Zentrum fährt man mit der Straßenbahn bis Haltestelle Voksenkollen, von dort geht es per Pendelbus zur Bergstation. Von der Straßenbahnstation Frognerseteren kann man auf der Korketrekkeren Rodelbahn über 2,5 Kilometer bis zur Station Midstuen abfahren oder in das 2600 Kilometer lange Loipennetz einsteigen.

Stockholm: Stadtblick von der Skipiste

Hammarbybacken mit Blick auf Stockholm

Hammarbybacken mit Blick auf Stockholm

Foto: SkiStar/ SRT

Das auf 14 Inseln gelegene Stockholm ist eine der schönsten Hauptstädte Europas - auch wegen des vielen Wassers, das die Stadt umgibt. Sie liegt an einem Meerbusen der Ostsee und ist landschaftlich durch Buchten geprägt. Vom Gamla Stan aus, dem mittelalterlichen Stadtkern mit seinen Gassen, Cafés und interessanten Läden, lässt sich die Stadt gut zu Fuß erkunden.

Die Top-Sehenswürdigkeiten:

  • Das Königliche Schloss ist die offizielle Residenz des schwedischen Königshauses. Es beherbergt fünf Museen. Der umgebende Park war 2012 Austragungsort des Skilanglauf-Weltcupfinals.
  • Ein Muss ist auch das Vasamuseum mit dem weltweit einzigen fast zur Gänze erhaltenen Schiff aus dem 17. Jahrhundert.
  • Eislaufen kann man im zentral gelegenen Park Kungsträdgården, eine weitere Eislaufbahn und Langlaufloipen finden sich in Hellasgården, einem Naherholungsgebiet, das vom Verkehrsknotenpunkt Slussen aus per Bus (Linie 401) in 20 Minuten zu erreichen ist. Mutige wagen dort auch den Sprung in ein Eisloch zum Baden.

Und wo geht's auf die Piste?

Stockholms Skigebiet Hammarbybacken  ist mit zwei Liften, vier beschneiten und beleuchteten Pisten sowie 82 Meter Höhendifferenz winzig. Dafür liegt es direkt in der Stadt und ist komplett ausgestattet: mit Skischule, Verleih, Restaurant, einem Funpark für Jibber und einem extra Bereich für Kinder samt Förderband. Von der Bergstation überblickt man die ganze Stadt, was besonders abends reizvoll ist, wenn sich die Lichter Stockholms im Wasser des Sicklasjön spiegeln.

Infos und Anfahrt: per Straßenbahn oder Bus bis Haltestelle Stickla Kaj, von dort 500 Meter Fußweg.

Reykjavík: Skifahren mit Meerblick

Flutlichtskifahren in Bláfjöll bei Reykjavík

Flutlichtskifahren in Bláfjöll bei Reykjavík

Foto: Blafjöll Skicenter/ SRT

In Islands Hauptstadt konzentriert sich das gesamte kulturelle Leben des Landes - und das hat Format.

Die Top-Sehenswürdigkeiten:

  • Die Nationalgalerie  zeigt Werke isländischer Künstler und Werke von Pablo Picasso, Edvard Munch, Victor Vasarely und Richard Serra.
  • Samstags und sonntags verkehren Fähren zur Insel Viðey. Dort stehen die zweitälteste Kirche des Landes, der Imagine Peace Tower, ein Lichtkunstwerk von Yoko Ono, und die Meilensteine von Richard Serra. In einem gemütlichen Café kann man heiße Schokolade und Waffeln genießen.
  • Im Stadtteil Laugardalur gibt es eine Eislaufhalle.

Und wo geht's auf die Piste?

Gleich hinter der Stadt beginnt die Wildnis, die man im Winter auf Touren per Schneemobil durchkreuzen kann. Nur 20 Kilometer außerhalb von Reykjavik bietet Bláfjöll  14 Liftanlagen (darunter eine Gondelbahn und zwei Sesselbahnen), zwölf Kilometer Pisten und fünf Loipen. Das gesamte Areal ist vollkommen baumfrei und hat hochalpinen Charakter. Bei Sturm kann es zur Einstellung des Liftbetriebs kommen, was nicht selten passt. Bei schönem Wetter jedoch eröffnet sich Besuchern eine tolle Aussicht, die zu beiden Seiten des Höhenzuges bis zum Meer reicht.

Infos und Anfahrt: Von Olís in Mjódd fährt wochentags um 16.15 Uhr und am Wochenende um 12.40 Uhr ein Bus nach Bláfjöll. Rückfahrt nach Liftschluss, wochentags um 21 Uhr, am Wochenende um 17 Uhr.

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