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12. Mai 2014, 23:53 Uhr

Palma de Mallorca

Gemeinderat verabschiedet Strafen für Saufgelage

Öffentliches Urinieren, Saufen und Spucken - derartiges Verhalten hat der Gemeinderat von Palma am Montagabend gegen den Widerstand der linken Opposition unter Strafe gestellt. Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 400 Euro.

Palma de Mallorca - Ein Jahr lang wurde über schärfere Benimmregeln gestritten. Nun sind sie verabschiedet worden. Mallorca-Touristen müssen sich in Zukunft beim Feiern stark zügeln. Der Gemeinderat von Palma verabschiedete am Montagabend die umstrittene "Verordnung für zivilisiertes Zusammenleben", die für mehr Ordnung und Sauberkeit am "Ballermann" sorgen soll.

Die Verordnung sieht unter anderem Strafen für Saufgelage unter freiem Himmel, öffentliches Urinieren und Spucken sowie Lärm vor. Auch das Tragen von Badekleidung in der Innenstadt sowie "aggressives Betteln" werden unter Strafe gestellt. Zur Eindämmung der Straßenprostitution sollen ebenfalls Freier zur Kasse gebeten werden. Vorgesehen sind Bußgelder von bis zu 400 Euro.

Die Verordnung wurde im Rathaus der Hauptstadt der spanischen Ferieninsel mit den Stimmen der kommunalen Regierung der konservativen Volkspartei (PP) angenommen. Die linke Opposition votierte geschlossen dagegen.

Die neuen, strengen Benimmregeln sollen nach einer Informationskampagne ab Juni im erweiterten Strandbereich und ab September im gesamten Stadtgebiet gelten.

Vertreter linksgerichteter Parteien klagen, dass die Kommunalregierung mit den neuen Benimmregeln nicht nur das unzivilisierte Verhalten vieler Touristen reduzieren möchte, sondern auch und vor allem "die Schwachen der Gesellschaft" wie etwa Prostituierte, Obdachlose und auch Straßenkünstler ins Visier nimmt.

kha/dpa

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