Schluchten-Klettern Deutscher stirbt beim Canyoning in Tirol

Tödlicher Unfall beim Schluchtenklettern: Nur wenige Tage nach einem schweren Unglück in Frankreich ist erneut ein Deutscher beim Canyoning umgekommen. Er starb bei einem Sprung in ein Wasserloch.


Innsbruck - Der deutsche Urlauber ist bei einer geführten Canyoning-Tour im Tiroler Ötztal ums Leben gekommen. Der 46-Jährige sprang am Samstag in ein Wasserloch und tauchte lange nicht wieder auf, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete. Seine Begleiter versuchten, den leblosen Mann zu reanimieren.

Die Ermittlungen zur Klärung der genauen Todesursache waren am Samstagabend noch im Gange. Die Touristen waren in der Unteren Auenklamm bei Ötz im Tiroler Bezirk Imst unterwegs.

Erst am Mittwoch waren drei Deutsche bei einer Canyoning-Tour in Südfrankreich nach einem Unwetter ums Leben gekommen. Die Gruppe aus zehn Urlaubern und zwei Führern war beim Schluchtenklettern in einem Seitental des Verdons von einem Sturzregen überrascht worden. Binnen kürzester Zeit schwoll der Bergbach Baou an, dessen Bett die Canyoning-Gruppe herabstieg.

Eine 28-jährige Polizeibeamtin aus Recklinghausen, eine 24-jährige Frau aus Siegburg sowie ein 40-jähriger Führer ertranken. Veranstalter der Reise war ein Unternehmen aus dem nordrhein-westfälischen Schwerte, das unter dem Namen "Never come back Journeys" (Reisen ohne Rückkehr) firmiert.

abl/AFP/dpa



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