Vulkan auf Sizilien Neue Eruption am Südostkrater des Ätna

Die Bilder sind spektakulär: Auf Sizilien ist erneut der Ätna ausgebrochen. Experten sind unsicher, ob die eruptive Phase des Vulkans schnell vorbei ist - oder Monate anhält.

Erneute Eruption am Ätna
Salvatore Allegra/ AP

Erneute Eruption am Ätna


An Heiligabend im vergangenen Jahr hatten ein Ausbruch und ein Erdbeben am Ätna mehrere Menschen verletzt und große Schäden angerichtet. Nun ist der Vulkan erneut ausgebrochen: Zu der Eruption kam es in der Nacht zu Donnerstag am Südostkrater des Vulkans auf Sizilien. Auf Fotos waren ein regelrechtes Feuerwerk und dicke Rauchwolken zu sehen.

Ätna auf Sizilien
Salvatore Allegra/ AP

Ätna auf Sizilien

"Wir sind am Beginn einer neuen eruptiven Phase des Ätna, die bald enden oder Monate dauern könnte", erklärte der Direktor des Instituts für Geophysik und Vulkanologie (INGV) von Catania, Eugenio Privitera, laut Nachrichtenagentur ADN Kronos.

Für Bewohner gebe es keine Gefahr: "Die Tatsache, dass es einen neuen Ausbruch gab, bedeutet keinesfalls, dass es erneut Erdbeben wie im Dezember gibt", sagte INGV-Experte Boris Behncke. Es sei aber nötig, die Touristentouren auf dem Vulkan zu kontrollieren.

vks/dpa



insgesamt 3 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hegoat 01.06.2019
1.
"Wir sind am Beginn einer neuen eruptiven Phase des Ätna, die bald enden oder Monate dauern könnte". Wahnsinns-Erkenntnis. Tja, kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.
meinerseits 02.06.2019
2. Noch etwas Information
Da der erste Beitrag bereits viel Substanzielles zur Information beiträgt, möchte ich mich anschließen. Ich wohne nämlich 35 km von einem sehr ähnlichen Vulkan entfernt, mehr als 3 km über NN hoch, und ebenfalls auf einer Insel gelegen. Einer gleichfalls bei Touristen beliebten Insel, die allerdings etwas kleiner ist als Sizilien. Wie Sizilien birgt auch diese Insel reiche Kulturschätze. Wie der Ätna, so ist auch dies ein kegelförmiger Schichtvulkan, der sich zur Zeit in einer eruptiven Phase befindet. Alle paar Tage stößt er eine Dampf-, Rauch- oder Aschewolke aus, begleitet von einem Zittern, das wie ein flaches Erdbeben erscheint und auch in einigen Kilometern Entfernung zu spüren ist. Oft ist der Ausbruch von einem unheimlichen Grollen begleitet. Tritt er nachts auf, kann –je nach Bewölkung- rotes Glühen beobachtet werden und Auswurf glühender Tephra, die auf dem oberen Teil des Kegels niedergeht. Hier ein interessantes Video unseres letzten Ausbruchs am vergangenen Freitag https://www.youtube.com/watch?v=hYLDyh91PsY , und eins des Ausbruchs die Woche davor https://www.youtube.com/watch?v=wqFD386UcmA . Die Ausbrüche erscheinen solange nicht gefährlich, wie sie nicht allzu stark werden. Der Vulkan lässt damit gewissermaßen etwas Druck ab, und kleinere Ausbrüche scheinen das Risiko eines großen zu mindern. Für den Ätna gilt, dass ein großer Ausbruch eine besondere Gefahr darstellt, denn ganz in der Nähe befinden sich größere Ortschaften und die Stadt Catania liegt nur etwa 20 km entfernt. Die Menschen hier sind sich bewusst, dass jeden Tag ein größeres vulkanisches Ereignis eintreten könnte, und auf ihre Weise sind sie darauf vorbereitet. Wichtig ist es, dass die vulkanische Tätigkeit permanent überwacht wird und alle Kommunikationswege geschaffen und unterhalten werden. Man misst die Erdbewegungen und das "Aufblähen" des Vulkans, als ''Inflation'' bezeichnet, erfasst per Satellit die schlummernde und die freigesetzte Energie, (thermisches Signal), und die Schwingungen bei Beben werden seismographisch erfasst. Beim Austritt von Aschewolken, d. h. mehr oder weniger pulverisiertem magmatischem Gestein, wird das erfasst und die Information dem Flugverkehr in Realzeit zugänglich gemacht. Ich kann für allgemeine Information und laufende Nachrichten empfehlen: http://www.vulkane.net/blogmobil/ Seit Jahrhunderten wünscht man sich, Vulkanausbrüche rechtzeitig vorherzusagen. Das ist von Fall zu Fall nur eingeschränkt möglich.
meinerseits 02.06.2019
3. Luschtig!
Zitat von hegoat"Wir sind am Beginn einer neuen eruptiven Phase des Ätna, die bald enden oder Monate dauern könnte". Wahnsinns-Erkenntnis. Tja, kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist.
Nicht, dass Ihr lieber Kommentar nur leer wäre, er begeht auch einen Fehler. Sie verbinden Hahn mit Wetter, der Spiegel aber verbindet Vulkanausbruch weder mit Hahn noch sonst etwas. Wenn Ihr Humor Sie erfreut, dann sei es gut so! Vor 2 Jahren hielt ich mich selbst 14 Tage lang 6 km vom Ätna entfernt auf und konnte per Zufall selber Zeuge eines Ausbruchs mit Lavastrom am oberen Teil, und einer Aschewolke sein, die über Giarre hinwegzog. Beeindruckend!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.