Schnäppchen für alle Ansprüche So finden Sie das beste Skigebiet

Egal ob Skianfänger, Profi auf Brettern oder Snowboard-Fan - was alle eint: die Suche nach dem optimalen Wintersportgebiet und einem günstigen Skipass. Gute Tipps für alle Ansprüche sind rar.

Hintertuxer Gletscher/ SRT

Die Ausrüstung, die Verpflegung, die Unterkunft - und dann kommen auch noch die Kosten für den Skipass dazu. Wer einen Strich unter die Kostenaufstellung für den Winterurlaub macht, setzt sich am besten hin - und atmet durch. Viel Geld für viel Spaß. In den Alpen kosten die Skipässe in der Saison 2019/20 im Schnitt vier Prozent mehr als im Vorjahr.

Dennoch gibt es Regionen, die viel Schneevergnügen für verhältnismäßig wenig Geld anbieten. Wer genau weiß, was er wirklich im Urlaub benötigt, kann einiges sparen. Hier sind die Tipps für Einsteiger, Gelegenheitsfahrer, Sportler und Wildentschlossene, die keine Piste zweimal fahren wollen:

Für Einsteiger und Familien: Gebiete mit 5 bis 20 Pistenkilometern

Abtenau im Salzburger Land: Sechs Tage Skifahren ab 153 Euro
Panthermedia/ imago images

Abtenau im Salzburger Land: Sechs Tage Skifahren ab 153 Euro

Die Kinder fahren zum ersten Mal, die Eltern sind mit wenigen Pisten völlig zufrieden - ein Skipass für 500 Kilometer Abfahrten wäre rausgeworfenes Geld. Ein halbes Dutzend Lifte und 5 bis 20 Pistenkilometer reichen völlig aus. Ein entsprechender Skipass für sechs Tage ist bereits unter 100 Euro zu haben - zum Beispiel am Pröller in St. Englmar im Bayerischen Wald (98 Euro) und in Karpacz im polnischen Riesengebirge (Tagespass ab zwölf Euro).

Günstig auf die Ski kommt man auch in Bernau im Schwarzwald (vier Stunden 18 Euro), am Riedberger Horn in Grasgehren im Allgäu (sechs Tage 122 Euro), in Oberammergau (sechs Tage 120 Euro inklusive örtlichen Schwimmbads), in Abtenau im Salzburger Land (sechs Tage ab 153 Euro inklusive Rodelbahn) und in Jochgrimm oder Rein in Taufers in Südtirol (Tagespass 19 Euro).

Schlechte Karten haben Einsteiger dagegen in Regionen, wo jeder den teuren Großraumskipass erwerben muss.

Tipp: In der Allgäuer Gästekarte Königscard sind täglich drei Stunden Skifahren bereits im Übernachtungspreis enthalten - zum Beispiel in Jungholz, Nesselwang, Pfronten und Bad Kohlgrub.

Wer mit Kindern unterwegs ist, sollte auf entsprechende Rabatte achten: In der Almenwelt Lofer, am Großglockner in Heiligenblut und in Kals-Matrei in Osttirol fahren sogar alle bis zu 15-jährigen Schneefans billiger.

Für Gelegenheitsfahrer: Gebiete mit 20 bis 75 Pistenkilometern

Ötztal: Schneesicher und gut bei Preisen für Tagespässe
R. Wyhildal/ SRT

Ötztal: Schneesicher und gut bei Preisen für Tagespässe

Winterurlaub ist doch viel mehr als nur Abfahrtsvergnügen: Gelegenheitsfahrer, die so denken, sind mit einem Pistenrevier von 20 bis 75 Kilometern gut bedient. Für sechs Tage freie Fahrt müssen Sie im kommenden Winter mindestens 136 Euro anlegen, zum Beispiel am Keilberg im tschechischen Erzgebirge, im Skiliftkarussell Winterberg im Sauerland (sechs Tage 138 Euro) und am Hochficht im österreichischen Mühlviertel (vier aus sieben Tagen 156 Euro).

In den österreichischen Alpen empfehlen sich als schneesichere Gebiete mit rund 40 Pistenkilometern und Tagespreisen zwischen 38 und 40 Euro Galtür, Hinterstoder und Oetz im Ötztal. Neueste Lifte und moderner Kabinenbahnkomfort sind bei den allergünstigsten Offerten allerdings nicht immer zu erwarten. Bisweilen sind die Pisten auf mehrere Gebiete verteilt. Das bedeutet dann zwar, täglich neue Eindrücke zu haben, aber auch, jeden Tag ins Auto zu steigen.

Gut zu wissen: Im Hochschwarzwald gibt es bei 280 Gastgebern den Skipass für den Liftverbund Feldberg und elf weitere Skilifte zur Unterkunft kostenlos dazu.

Für Sportler: Gebiete mit 75 bis 200 Pistenkilometern

Tannheimer Tal: Stundenweise zahlen
TV Tannheimer Tal/ SRT

Tannheimer Tal: Stundenweise zahlen

Für engagierte Skifahrer sollten es schon 75 bis 200 Pistenkilometer sein. Dafür sind mindestens 160 Euro anzulegen. Geeignete Skipässe sind zum Beispiel die Allgäu Tirol Skicard ums Tannheimer Tal und Pfronten (sechs Tage kosten in der Hochsaison 197,50 Euro) sowie die Hörnerdörfer um Balderschwang, Bolsterlang und Ofterschwang. Dort zahlt man für sechs Tage 177 Euro.

Eine Alternative für Familien und Skifahrer, die auch mal wandern oder langlaufen wollen, sind im Tannheimer Tal die Stundenkarten für zehn (101 Euro) oder 30 Stunden (251 Euro) sowie die Vormittagspässe.

Bereits unter 170 Euro lassen sich sogar in einigen berühmten Pistenarenen Schwünge ins Weiß zirkeln. Der Trick dabei ist die Beachtung von Sonderangeboten. So machen vierköpfige Familien im hochsportlichen Val Thorens ein echtes Schnäppchen, weil unter dem Motto "4 personnes au tarif enfants" auch die Erwachsenen mit Kinderskipässen (ab 168 Euro für sechs Tage) fahren dürfen.

Rabattjäger beachten auch die Saisonzeiten: Nicht an Schulferien Gebundene sparen zum Beispiel vor Weihnachten und ab Mitte März am Wilden Kaiser in Tirol mehr als 40 Euro und kaufen den Sechstagepass für 222 Euro. Wer über die Feiertage Ski fahren will, wählt besser Einheitspreisgebiete.

Für Skifanatiker: Gebiete mit mehr als 200 Pistenkilometern

Via Lattea um Sestriere im Piemont: Und wieder eine andere Piste
Via Lattea / SRT

Via Lattea um Sestriere im Piemont: Und wieder eine andere Piste

Extreme Pistensammler sind unglücklich, wenn sie innerhalb einer Woche zweimal die gleiche Abfahrt fahren müssen. Sie sind in den ganz großen Skigebieten ab 200 Kilometern gut aufgehoben. Unter 196 Euro ist dafür alpenweit allerdings kein Skipass zu finden. Regionen wie die italienische Via Lattea um Sestriere (hier kostet der Sechstagepass 196 Euro) und der 205 bis 234 Euro teure Skipass der Skiarena Vinschgau sind allerdings immer noch ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass der Sechstageskipass andernorts ab 300 Euro aufwärts kostet.

Weitere Preistipps sind Tux in Tirol, wo Jugendliche 20 Prozent Rabatt auf den Skipass bekommen und für den Sechstagepass mit Gletscher nur 213 Euro zahlen, sowie der Großraumskipass "3 Täler" für den Bregenzerwald zum Preis von 228 bis 240 Euro für sechs Tage.

Noch günstiger macht es einer der großen Namen im Ski-Business: Andermatt und seine Nachbardörfer offerieren diesen Winter ein Halbpreisabo - quasi eine Bahncard auf Ski. Die kauft man für 41 Schweizer Franken und kann damit die ganze Saison über zum halben Preis Ski fahren. Online vorausgebucht gibt es weitere Rabatte - damit kann man umgerechnet auf einen Tagespreis von 31,40 Euro kommen.

Hans-Werner Rodrian/srt



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