Wandern in den Pyrenäen Hang zum Drama

Enno Kapitza/ADAC reisemagazin

3. Teil: Tag 2 - Räucherstäbchen gegen Muskelkater


Am nächsten Morgen leuchtet der Himmel zu blau, als dass wir den Tag mit einer Kapitulation beginnen könnten. Seltsamerweise ist auch die Erkältung, die ich von zu Hause mitgebracht hatte, abgeklungen. Der Geruch von Fichten, feuchter Erde und Blaubeeren steigt mir in die freie Nase und lenkt vom Muskelkater ab. Die Natur scheint freundlich, nur einmal steht ein Bulle mit spitzen Hörnern auf dem Weg und starrt feindselig meine rote Jacke an. Ich entscheide mich gegen den Stierkampf.

Ein paar Stunden später, nach einem erneuten Aufstieg auf 2600 Meter, begegnen wir zwei etwa 40-jährigen Frauen, die mitten auf dem Pass Tee kochen. Die Engländerin Ruth lebt als Köchin auf Ibiza, Lynne ist Designerin und kommt aus Kapstadt. Wenig später treffen wir noch Angelika, eine Berliner Heilpraktikerin, die in Jeans und ausgelatschten Turnschuhen ein erstaunliches Tempo geht. Abends in der Refugi de Colomina behandelt sie meinen Muskelkater mit Räucherstäbchen, Akupunktur und Moxakraut.

Danach gibt es Bratwurst, wie gestern. Nach dem Essen spielen wir Karten und trinken Rotwein. Die Musik kommt von den Dire Straits, wie auf einer Jugendfreizeit für Erwachsene.



insgesamt 4 Beiträge
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Rainer Helmbrecht 22.06.2010
1. Titel verweigert!
Zitat von sysopViel Zeit und einen guten Freund: Das nahm Autor Sebastian Glubrecht in die Pyrenäen mit. Er sah Bergseen, mondgleiche Landschaften und knorrige Bäume, begegnete Südafrikanerinnen und Barbaren. Und erlebte auf seiner sechstägigen Wanderung ein klassisches Abenteuer. http://www.spiegel.de/reise/europa/0,1518,695840,00.html
Ich habe da im Baskenland gelebt und in der Region Aquitaine wunderbare Landschaften und nette Menschen kennen gelern. http://www.file-upload.net/download-2618865/IratyPaysBasque-BP-.pps.html Viel Spaß beim Anschauen dieser *.PPS MfG. Rainer
2funky 22.06.2010
2.
Es erschreckt mich manchmal was man im Spiegel findet. Aber noch mehr, die Peinlichkeit vieler Leute ihre Erlebnisse, die erstens banal und zweitens von einer extremen Egozentrik zeugen, als die Grenzerfahrung schlechthin verkaufen. Auch wen man nach Bayern gezogen ist so bedeutet das nicht Automatisch den Erwerb von "skills". Karten lesen, informieren und nicht zuletzt langsam an die Sache angehen zb. Erstmal mit Tagestouren beginnen wäre hilfreich. Um es auf den Punkt zubringen: Die Selbstüberschätzung vieler Leute erstaunt mich immer wieder
Rainer Helmbrecht 23.06.2010
3. Für einen titelfreies SpOn-Forum.
Zitat von 2funkyEs erschreckt mich manchmal was man im Spiegel findet. Aber noch mehr, die Peinlichkeit vieler Leute ihre Erlebnisse, die erstens banal und zweitens von einer extremen Egozentrik zeugen, als die Grenzerfahrung schlechthin verkaufen. Auch wen man nach Bayern gezogen ist so bedeutet das nicht Automatisch den Erwerb von "skills". Karten lesen, informieren und nicht zuletzt langsam an die Sache angehen zb. Erstmal mit Tagestouren beginnen wäre hilfreich. Um es auf den Punkt zubringen: Die Selbstüberschätzung vieler Leute erstaunt mich immer wieder
Was will uns der Dichter damit sagen? MfG. Rainer
2funky 24.06.2010
4. hum
Dichter ist lieb. Habe ich mich so unklar ausgedrückt? Die gegend ist sicher Schön kein zweifel. Aber mir gefällt der Artikel nicht besonders der Schreibstil. mfg 2funky
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